Trigger
23.10.2016

Auf dem Weg zum Abschlussgebet an der Lourdesgrotte.

Famillienwochenende in Steyl

Zum dreizehnten mal fanden sich Familien aus dem Bistum Roermond für ein religiöses Wochenende bei uns im Kloster ein. Schon bei der Anreise der 22 Familien und ihren ca. 20 Teamern war mir klar: von dieser Minute an geht es mit den 70 Kindern und 63 Erwachsenen in unserem Kloster hoch her! Zimmer wurden verteilt, mit Wonne rollten die Koffer in den Aufzug und über unsere blanken Flure.

Nach dem Abendessen hatten Eltern und Kinder getrennte Programme.  Zum Nachtgebet versammelten sich die Erwachsenen in der Kreuzkapelle. Da der Niederländer die Geselligkeit im Blut hat, endete der Tag für so manchen aus der Gruppe mit einem "Dämmerschoppen".

Am Samstagvormittag begaben sich Kinder wie Erwachsene in ihre Gruppen. Zum  Familiengottesdienst fanden sich alle gegen 11 Uhr  in unserer großen Kirche ein. Nach dem Mittagessen war erst mal eine Pause, und am Nachmittag lockte das schöne Wetter nach draußen.

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Ein willkommener Brauch der Familien ist es, dass sie uns Schwestern eine Stunde ihrer Zeit schenken. Sie nennen es "ein Werk der Barmherzigkeit tun". Tatkräftig packen sie an oder besuchen ältere Mitschwestern in St. Anna.

Keinen Besuchern unseres Herz-Jesu-Klosters steht das Tor zum Südgarten offen. Aber am Samstagnachmittag hatten die Gäste Zutritt in unseren wunderschönen Klausurgarten. Denn es war Maronenernte, und wir Schwestern können die vielen Maronen niemals bewältigen!  Groß und Klein marschierten ein! Eimer und Tüten wurden gefüllt. Die Familien haben angepackt!

Maronen sind die Früchte der Edelkastanien. Die mächtigen Bäume in unserem Südgarten können bis zu 35 m hoch wachsen. Ende September, Anfang Oktober lassen die Edelkastanien ihre reifen Früchte fallen.

Und zu Hause geht´s dann zur Sache: Maronen rösten oder in der Mikro kochen! Hier einige Hinweise und Rezepte:
Mit dem Messer werden die Maronen seitlich eingeschnitten, auf ein Backblech gelegt und bei 190 Grad C ca. 20 Minuten im Backofen geröstet, noch heiß geschält und gegessen.
Maronen können auch mit Zucker karamellisiert, mit Pfeffer und Salz und Zwiebeln gebraten oder in einer Paprika-Gewürzmischung gewendet werden.
Ebenso gelingen die Maronen in der Mikro: Maronen schälen, in Schüssel geben, etwas Wasser dazu, 2 Minuten in der Mikro - schon fertig zum Verzehr.
Mmmmmm……….da läuft doch jedem Leckermäulchen das Wasser im Munde zusammen. Na dann: Guten Appetit!

Heiße Maroni sind auf keinem Weihnachtsmarkt wegzudenken, und der Duft gerösteter Esskastanien ist unwiderstehlich. Wer weiß, ob wir Steyler Schwestern eines schönen Wintertages auf einem Weihnachtsmarkt mit unseren gerösteten Klostermaronen anzutreffen sind? Und noch ein heißer Tipp: ob zu Wildgerichten oder zu süßen Desserts, die Vielfalt der Maronen ist enorm.

An diesem Abend hatten die Kinder ein Gute-Nacht Gebet und gingen früher zu Bett. Die Erwachsenen fanden sich in der Kreuzkapelle zur Anbetung und zum Sakrament der Versöhnung ein. Und wie man sich schon denken kann: danach gesellig zusammen sein!

Ein Höhepunkt des Sonntags war die Familiensegnung, gestaltet mit Gebeten und wunderschönem Gesang, im Garten bei der Mariengrotte.

Vor der Abreise wurden Zimmer geräumt, die Koffer rollten zurück über unsere blanken Flure in den Aufzug. Gestärkt und beglückt reisten die Familien wieder ab, und mir war klar: von dieser Minute an wird es ruhig und still in unserem Kloster! Aber nicht lang, denn die nächste Gruppe lässt nicht auf sich warten: Exerzitienteilnehmer/-innen, die vom 18.bis 26. Oktober in unserem Haus Ruhe und Besinnung suchen.

Text: Sr. Antonia Schmid SSpS

 

Veröffentlicht: 23.10.2016 / Sr. Ilse Beckmann SSpS