Trigger
24.04.2019

Sr. Lioba mit den Kindern des Olympiadorfes

Für alles ist ein Kraut gewachsen

Sr. Lioba Brand ist für ihre Salben und Kräutertees bekannt. Dass die Natur jetzt erwacht, erfreut sie und die Menschen, denen sie mit ihrer Kräuterkunde hilft.

Die Natur ist nach der Winterpause erwacht. Momentan blüht die Gundelrebe wunderschön. Die Veilchen sind schon fast verblüht. Da habe ich beschlossen wieder eine Kräutersalbe zu machen mit den verschiedenen Gruppen. Mir ist die Idee eingefallen, dass es am besten ist, wenn ich im Frühling, im Sommer und im Herbst eine Salbe zusammenstelle. Die Herbstsalbe habe ich nach unserer Mitgründerin Maria Helena Salbe genannt. Die Frühlingssalbe werde ich nach der zweiten Mitgründerin Josefa Hendrina Salbe nennen und die Sommersalbe St. Anna Salbe. Bei den einzelnen Gruppen berücksichtige ich natürlich auch deren Heilige oder Namen. So mache ich die Frühlingssalbe bei den Franziskanern als St. Antonius Salbe.

Ich habe wieder einiges dazu gelernt, was die Pflanzen betrifft. So benutze ich jetzt für jede Salbe auch die jungen Blätter und die Wurzel der großen Klette. Die gibt es hier in Hülle und Fülle. Inzwischen kenne ich die Pflanzen auch ohne, dass sie ausgewachsen sind. Beim Beinwell reicht schon das erste kleine Blattspitzchen und die Pflanze ist entdeckt. Die Wurzeln sind Gott sei Dank so tief, dass sie wieder weiterwachsen, auch wenn ich sie immer wieder ausgrabe.

Um die nötigen Pflanzen auch gleich zur Hand zu haben, habe ich begonnen, bestimmte Wildpflanzen bei uns im Garten anzusiedeln. Die Gänseblümchen und der Spitzwegerich waren nicht leicht zu finden. Beides habe ich auch angepflanzt. Jetzt habe ich noch Gundelrebe und Eisenkraut in unseren Garten geholt. Da muss ich auch ein Plätzchen finden, wo es die Schönheit nicht stört, und so lange wachsen darf, bis man es ernten kann - und nicht dem Rasenmäher zum Opfer fällt. Die zweijährige Klette hat da natürlich keine Chance. Aber von der gibt es eigentlich genug nicht. Mit Brennnesseln ist es das gleiche, die werde ich nicht in den Garten holen.

Inzwischen habe ich auch erfahren, dass der Kräutertee bei allen, die ihn einmal probiert haben, sehr gut ankommt. Ich habe auch schon die ersten Kräuter getrocknet. Leider fehlt mir die Zeit die Kräuter, die ich gerne möchte, zu sammeln. So nutze ich jede Gelegenheit. Wenn in der näheren Umgebung der Schule etwas zu finden ist, sammle ich das gleich. Da helfen mir die Kinder auch immer sehr gerne. Auch auf dem Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad halte ich an und nehme die Kräutlein mit.

Ich wünsche Euch allen von Herzen frohe Ostern.
Christus ist auferstanden – ja er ist wahrhaft auferstanden! Alleluja.

Im Gebet verbunden grüße ich von Herzen
Sr. Lioba Brand SSpS