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17.09.2016

Die goldenen, diamantenen und eisernen Jubilarinnen.

Gelebte Treue

Goldene (50), diamantene (60) und sogar „eiserne“ (65) Profess feierten am vergangenen Wochenende sieben Steyler Missionsschwestern gemeinsam mit ihren Mitschwestern, vielen Verwandten, Freunden und auch offiziellen Gratulanten aus dem Bereich des öffentlichen Lebens im Wimberner Heilig-Geist-Kloster.

Nach der heiligen Messe in der sehr gut gefüllten und festlich geschmückten Klosterkirche und einem kleinen Empfang mit etlichen Grußworten wurde gemeinsam im großen Saal zu Mittag gegessen. Am Nachmittag hatten dann die Jubilarinnen etwas mehr Zeit für ihre persönlichen Gäste, bevor mit einer Vesperandacht und einem gemeinsamen Kaffeetrinken das Jubiläum ausklang.

Seit 65 Jahren gehört Sr. Bernoldia Bückendorf (geb. 1929 in Haan) zum Orden. Nach ihrer Erstprofess machte Sr. Bernoldia eine Ausbildung zur Erzieherin in Vallendar. Danach arbeitete sie im Jugendheim „Offene Tür“ in Lohberg, später wieder als Erzieherin im Kindergarten in Schwemlingen. Nach ihrer Ausbildung in der Paramentik folgte eine Zeit in der Wimberner Klosterschneiderei bedingt durch eine Änderung der Ordenskleidervorschriften. Von 1989 bis 1994 wurde die Jubilarin Oberin im Wimberner Kloster, später ging sie bis 2010 zurück in die Schneiderei.

Sr. Bernwardine Gottwald (geb. 1933 in Krummöls, Schlesien) legte vor 60 Jahren ihre ersten Gelübde ab und arbeitete nach dem Krieg zunächst in St. Augustin in einem Altenheim. Durch Besuche der Steyler Patres wurde ihr Missionsgeist geweckt und so trat sie 1953 in Wimbern in den Orden ein. Nach der 1. Profess folgte die Ausbildung zur Erzieherin in Köln, danach missionarischer Dienst in Taiwan von 1961 bis 2010 mit unterschiedlichen Aufgaben im Schul- und Sozialwesen. Seither ist sie aus gesundheitlichen Gründen wieder im Wimberner Heilig-Geist-Kloster.

Sr. Marialfonse Baumüller (geb. 1933 in Wickede) trat 1954 in Wimbern in den Steyler Orden ein und machte zunächst (1959/60) eine Ausbildung zur staatlich geprüften Wirtschaftlerin. Bis 1962 leitete sie die Krankenhausküche in Haan dann übernahm sie die Küchenleitung und Ausbildung von Lehrlingen (1963-77) im Missionshaus St. Wendel. Von 1977 bis 1983 leitete sie als Oberin das Heilig-Geist-Kloster in Wimbern. Weiter führte sie ihr Weg zurück nach St. Wendel und an den Bodensee in leitender hauswirtschaftlicher Funktion. Seit 2012 ist sie nun wieder in Wimbern, wo die Jubilarin noch den Pfortendienst übernimmt.

Sr. Martinie Beßlich (geb. 1930 in Trier) gehört ebenfalls zu den diamantenen Jubilarinnen und trat im April 1954 in den Orden ein. Zunächst als Erzieherin in Oberthal/Saar, übernahm sie ab 1962 die Hauswirtschaftslehrlinge in Bad Driburg und leitete schließlich, nach entsprechender Ausbildung, das Mädcheninternat der Berufsfachschule und FOS in Rhede/Westfalen. Ab 1981 übernahm sie das Jungen-Internat in St. Wendel und Aufgaben in der Bildungsstätte bis 2003. Wieder in Wimbern übernimmt sie jetzt den Pfortendienst und hilft bei der Betreuung ihrer Mitschwestern.

Goldenes Jubiläum feierte Sr. Agnes Benedikta Lauer (geb. 1940, Merzig/Saar). Auch sie trat in Wimbern in den Orden ein (1963) und ließ sich im Wimberner Marienkrankenhaus zur Krankenschwester ausbilden, wo sie nach dem Examen auch tätig war. Von 1992 bis 1998 wirkte sie in der Gemeindearbeit (Katechese, Erstkommunion, Firmung, Exerzitien) ) in Rhede, anschließend 12 Jahre in Harsefeld bei Hamburg. Seit 2010 ist sie wieder in Wimbern und besucht hier Kranke im St. Raphael-Altenheim (Sakristeidienst).

Ebenfalls goldene Profess feierte Sr. Regina Agnes (geb. 1941, Paderborn). Nach der Ausbildung zur Kinderkrankenschwester (Bonn) arbeitete sie für etwa ein Jahr im Wimberner Marienkrankenhaus, bevor sie 1963 in den Orden eintrat. Nach etlichen Dienstjahren absolvierte sie ab 1970 die Weiterbildung zur Unterrichtsschwester. Danach übernahm Sr. Regina Agnes für 20 erfolgreiche Jahre die Leitung der Krankenpflegeschule am Marienkrankenhaus, wodurch sie im hiesigen Raum sehr bekannt wurde. Ab 1994 übernahm sie die Pflegedienstleitung im Altenheim St. Raphael und ab 1997 die gleiche Aufgabe im Heilig-Geist-Kloster. Seit 2015 ist sie nun Gruppenleiterin der älteren Mitschwestern.

Vor über fünfzig Jahren trat auch Sr. Hildegard-Maria Hau (geb. 1941, Seffern, Eifel) in Wimbern in den Orden ein und begann nach ihrer 1. Profess ihre Krankenpflegeausbildung in Haan. Ab 1970 absolvierte die Jubilarin ihre Weiterbildung zur Unterrichtsschwester in Köln, wonach sie zunächst an der Krankenpflegeschule in Haan (Rheinland) ihren Dienst aufnahm. Später übernahm Sr. Hildegard-Maria verschiedene teilweise hochrangige Leitungsaufgaben im Krankenhaus in Haan, im Wimberner Krankenhaus und auch in Rom. Zuletzt versah sie sechs Jahre ihren Dienst als Oberin im Heilig-Geist-Kloster und war sowohl bei ihren Mitschwestern als auch in der hiesigen Öffentlichkeit sehr angesehen und beliebt.

Text: Andreas Hein, Soester Anzeiger

 

Veröffentlicht: 17.09.2016 / Sr. Michaela Leifgen SSpS