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21.06.2016

Elija beim Musical.

Elija beim Musical.

Gott einen Ort sichern

Wir sind hier, wir sind in St Aposteln angekommen. Unsere Kisten sind ausgepackt, an den Wänden hängen Bilder und der Schriftzug zieht sich unseren Flur entlang - dort steht: "Communio – der Gemeinschaft entgegen – den Kreis weiten!". Ein Traum, den wir an den Orten, von denen wir kommen, gelebt haben und jetzt hier in Sachsenhausen neu leben wollen.

Was dabei entstehen kann, wenn man mit ganz unterschiedlichen Menschen etwas gemeinsam gestaltet, konnten die Besucher unseres Festes am 18. Juni erleben.
In unserer Gesellschaft gibt es viele, die sich vorwurfsvoll anhören müssen: "Was seid ihr schon wert? Ihr seid eine Last für den Sozialstaat."

Im Treff am Kapellchen (TaK) in Mönchengladbach ist das anders, da darf jeder sein, wie er ist, und jeder bringt sich nach seinen Talenten und Fähigkeiten ein.
Miteinander entstand so unter der Leitung von Sr. Christine Müller und Sr. Bettina Rupp ein Musik-Theaterstück, das die Geschichte des Propheten Elija erzählt. Untermalt mit atemberaubender Musik, die die Zuschauer bei den vielen Aufs und Abs im Leben des Elija mitreißt. Musik, die das Puplikum auffängt, als Elija sich schon den Tod wünscht, und Gott ihm den Blick für das Lebenswerte öffnet, für Gott selbst und den Auftrag: "Geh deinen Weg!"

Herzlich und humorvoll begrüßte uns Pfarrer Otto in der Großpfarrei St. Bonifatius. Auch die Ordensleute des Bistums, der Vertreter der Caritas sowie des Dekanats und der Stadtkirche sprachen uns ein herzliches Willkommen in Frankfurt zu.

Mit der Geschichte des Elija und der bunten Truppe der TaKer stellten wir vor, wovon und wofür wir leben. Sr. Anna-Maria Kofler brachte es in ihrer Begrüßungsrede auf den Punkt mit den Worten:
"Wir hoffen, dass wir hier in Sachsenhausen gemeinsam Grenzen überschreiten und den Kreis weiten können. Hier wollen wir, wie die Patronin unseres neuen Hauses Madeleine Delbrel es nennt, "Gott einen Ort sichern". Nicht in den Mauern des Hauses oder der Kirche, sondern in unseren Herzen und den Herzen aller Menschen."

Bei Pommes, Suppe und strahlendem Sonnenschein, der sich durch die finsteren Gewitterwolken nicht einschüchtern ließ, war viel Zeit für Begegnung und der Besichtigung unserer schönen Wohnung im Ziegelhüttenweg 149.
Wir danken allen von Herzen, die sich an diesem Tag auf den Weg zu uns gemacht haben. Viele kamen von weiter her, einige kamen von Nebenan. Einige, die kamen, kannten wir gut, andere erst seit kurzem, wieder andere lernten wir bei dieser Gelegenheit erst kennen.
Eins ist klar, ohne die Gemeinschaft der vielen helfenden Hände, die uns immer wieder unterstützen, wäre das nicht möglich gewesen. Danke.

Veröffentlicht: 21.06.2016 / Martin Eibelsgruber