Trigger
04.07.2018

Lebensfaden

Die Firmlinge aus Wickede haben an einem Spirituellen Tag in unserem Kloster in Wickede-Wimbern symbolisch ihr Leben ans Kreuz geknüpft und den Schwestern ihre Anliegen anvertraut. Sr. Edith Maria berichtet.

Schau mal, dort das Kreuz!
Es ist total anders, und sieht so außergewöhnlich aus! Und so viele Zettel, die dort angebracht sind. Ja, das stimmt es sieht so anders aus, und ist auch etwas Besonderes!
Es ist aus Quadraten zusammengesetzt, und in der Mitte befinden sich längst gespannte Fäden.
Bei einer Spirituellen Tagung hier im Haus, ich selbst war auch dabei, durfte jeder Teilnehmer die schon bereit gestellten bunten Bänder, seinen Lebensfaden, mit Wünschen, Sorgen, und Nöte in die längst gespanten Fäden hinein knüpfen.
So entstand dieses Kreuz in vielfältigen bunten Farben, so bunt wie unser Leben ist.
Die vielfältigen Farben brachten es zum Leuchten.
Die Leuchtkraft des Kreuzes ist besonders schön und wirkungsvoll, wenn es von der Sonne angestrahlt wird.
Die Sonne, das Licht ist ein Sinnbild für Christus, der durch Tod und Auferstehung, unser Leben und unsere Herzen zum Leuchten gebracht hat, denn er hat gesagt: Ich gehe zum Vater und sende euch den Heiligen Geist den Tröster, er wird euch in die ganze Wahrheit einführen.
Auf dieses Wort hin haben sich die Firmlinge der Gemeinde Wickede auf den Weg gemacht, um sich auf das große Geschenk des Heiligen Geistes vorzubereiten.
Um den Heiligen Geist in seiner ganzen Fülle zu empfangen, salbt der Bischof den Fimling mit Chrisam, legt ihm die Hände auf und spricht ein Gebet um die Herabkunft des Heiligen Geistes über diesen Firmling. So wird der Firmling für sein Leben ausgerüstet und gestärkt um im Glauben und der Liebe zu wachsen!
Aus diesem Grund hängen die vielen Zettel am Kreuz!
Die Firmlinge haben selbst ihre Wünsche, Sorgen und Ängste aufgeschrieben und uns mit der Bitte anvertraut, für ihre Anliegen zu beten. Deshalb hängen diese Zettel am Kreuz, für alle sichtbar.
Ich finde es sehr mutig von den Firmlingen, ihr Anliegen so offen auszusprechen!

Sr. Edith Maria Kuchenbecker SSpS