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02.11.2020

Anbetung im Heilig-Geist-Kloster in Wimbern

Machen wir es wie Mose: Beten wir!

Die Schwestern im Heilig-Geist-Kloster Wimbern beten in diesen schweren Tagen ganz besonders für die Anliegen und Sorgen der Menschen vor Ort und weltweit.

Ein kleiner Virus hat uns und unsere Welt in der Zange. Er zwickt uns und engt uns ein. Wir befinden uns in einer Situation, die bewältigt werden will. Die Einschränkungen für jeden persönlich und im Umgang miteinander sind sehr belastend. Viele Menschen, die allein in Altenheimen und Krankenhäusern sind, leiden unter Einsamkeit und Traurigkeit, sie verstehen manchmal nicht mehr, warum sie keinen Besuch haben können von ihren Angehörigen.

Wir Schwestern wollen diesen Menschen besonders nahe bleiben, indem wir täglich eine Stunde vor dem ausgesetzten Allerheiligsten Anbetung halten. Hier bringen wir Ihre Sorgen und Nöte, sowie die Anliegen der Menschen weltweit vor Gott. Und nehmen besonders auch die Politikerinnen und Politiker ins Gebet auf, damit sie die richtigen Entscheidungen treffen können. Machen wir es wie Mose, der mir erhobenen Armen Gott anflehte und nicht nachließ zu beten; am Ende siegten die Israeliten.

Pfarrer Ambrosius Tine schreibt: „Wir befinden uns in einer Welt, die plötzlich angesichts eines kleinen Virus‘ tief erschüttert wurde. Mit großer Hoffnung, die in Gott und in uns selbst begründet ist, werden wir diese schwere Krise überwinden. Lasst uns den Mut bewahren und fest im Glauben und in der Hoffnung solidarisch bleiben. Wir sind in diesen schwierigen Zeiten nicht allein, gemeinsam sind wir stark: Selig, die Frieden stiften.“

So wollen wir beten: Barmherziger Gott, dein Sohn hat uns Gemeinschaft geschenkt. Zusammen haben wir die Chance, Egoismus und Vereinzelung zu überwinden. Zusammen können wir die Wüste der Lieblosigkeiten mit Leben füllen. Zusammen können wir Frieden und Gerechtigkeit fördern. Zusammen können wir füreinander und für andere da sein, helfen und unterstützen, zuhören und trösten. Amen.

Sr. Edith Maria Kuchenbecker