Trigger
28.12.2020

Foto: pixabay.com

„Mit Gott bin ich glücklich“

Stellvertretend für die älteren Schwestern im Heilig-Geist-Kloster in Wimbern gibt Sr. Edith Maria Kuchenbecker einen Einblick in die Exerzitien der Schwestern.

Exerzitien können in allen Lebensphasen eine Hilfe sein, um Gott im Leben neu zu entdecken und das auch im hohen Alter. Die Gruppe der älteren Schwestern in Wimbern haben drei Tage der Stille genutzt, um sich wieder neu auf Gott einzulassen, um Gott in ihrem Leben tiefer zu erkennen und neue Schritte zu wagen – gerade in diesem besonderen Jahr. Begleitet wurden Sie dabei von dem Steyler Pater Peter Dusicka.

Die Exerzitien fanden aufgrund der Corona-Pandemie in unserem eigenen Kloster, in unserer gewohnten Umgebung statt. Die Heilige Messe und die Vorträge des Exerzitienleiters wurden von der Kirche in die Gemeinschaftsräume übertragen, sodass alle Schwestern die Möglichkeit hatten, die Worte live mitzuerleben. „Mit Gott bin ich glücklich“, sagte eine Mitschwester zu mir und ich stimme ihr zu. Glücklich sein mit Gott bedeutet für mich, dass mein Herz von Gott ergriffen und von Freude erfüllt ist, sodass es mich von innen her drängt, diese Erfahrung nicht nur zu verinnerlichen, sondern weiter zu schenken.

Vor dem Altar in der Kirche war ein Bild mit dem betenden Jesus aufgestellt worden, überschrieben mit den Worten: Herr, lehre uns beten. Dieser betende Jesus hat mich sehr beeindruckt. Dieses Bild strahlt völlige Hingabe im Gebet mit dem Vater aus! Jesus weiß um seine Aufgabe, die er hier auf Erden zu erfüllen hat. Vater, so wie du willst, soll mir geschehen, ich bin bereit, so die Worte Jesu.

Überlassen auch wir in diesen besonderen Zeiten uns immer wieder dem Vater, der um uns weiß und uns liebt. In seiner Hand sind wir stets für die Zukunft geborgen.

Sr. Edith Maria Kuchenbecker