Trigger
24.05.2016

Anne, Ida, Lenka und Mirka (v.l.n.r.) beginnen das Noviziat.

Anne, Ida, Lenka und Mirka (v.l.n.r.) beginnen das Noviziat.

Noviziatsbeginn am 20. Mai 2016 in Rom

Am Freitag, dem 20. Mai 2016, dem Festtag unserer Mitgründerin Mutter Josepha, feierten wir, Lenka, Mirka, Ida und Anne in einem festlichen Gottesdienst unsere Noviziatsaufnahme. Auch gedachten wir Sr. Veronika Theresia Racková, Missionarin im Südsudan, welche an diesem Tag ihrer Schussverletzung im Krankenhaus von Nairobi erlag, und all der Menschen, die mit ihr vor allem auch in den letzten Tagen unterwegs waren, und der südsudanesischen Bevölkerung.

Diese beiden Ereignisse, in einem Gottesdienst gedacht und gefeiert, bereicherten sich letztlich gegenseitig und verliehen einander eine eigene Tiefe und Würde.

Der Leitgedanke unserer Noviziatsaufnahme lehnte sich an das Lebensbild der Seligen Mutter Josepha an, interpretiert in Bild und Wort von Andrea Niehörster und Sr. Michaela Leifgen SSpS. So malte jede von uns einen Teil des Gesamtbildes, welches wir im Gottesdienst zusammensetzten. Mit unseren Bildern und persönlichen Gebeten verknüpften wir die Interpretation ihres Lebensbildes mit unseren eigenen Erfahrungen, Sehnsüchten und Hoffnungen und brachten erneut unseren Wunsch, weiter in die Gemeinschaft der Steyler Missionsschwestern hineinzuwachsen, zum Ausdruck.

Rot – "Immer Liebe", in diesem häufigen Ausspruch Mutter Josephas verbirgt sich ihre ganze Lebenseinstellung. Selbst erfüllt von der Liebe Gottes, findet sie unterschiedliche Wege, Liebe in Wort und Tat zu leben, und ist dabei überzeugt, dass jede Arbeit, die in Liebe getan wird, wertvoll und wichtig ist. Sie macht sowohl den Ausführenden als auch die Welt ein Stück besser.

Blau – steht im Lebensbild Mutter Josephas für die Sehnsucht nach mehr. Ein Leben lang erfährt sie sich als Suchende. Sie verspürte eine tiefe Gottesbeziehung und war bekannt für ihr beständiges Gebet. Dies pflegte sie sowohl in der Stille, als auch in jedem Tun und jeder Begegnung. "Betet mit jedem Atemzug um den Heiligen Geist", so lautet ihr Vermächtnis an ihre Schwestern.

Grün – die Hoffnung, die uns trägt, denn wer Hoffnung hat, der denkt nicht in menschlichen Kategorien. Die Hoffnung sieht im Samenkorn den Baum. Eng verknüpft mit Hoffnung sind für Mutter Josepha Gottvertrauen, Mut und Geduld. Dies alles sind Eigenschaften und Gnaden Gottes, die der Pflege bedürfen - durch Gebet und im Gemeinschaftsleben.

Gelb – zuversichtlich ist der Mensch, der auf Gott sein Vertrauen setzt. Mutter Josephas Heiterkeit zeugt von einem tiefen Grundvertrauen. Weil sie in ihrem Leben erfährt, dass alles seinen Sinn hat, wirft sie so schnell nichts aus der Bahn. Mit ihrer Lebensfreude und Leichtigkeit lebt und verkündigt sie die Frohe Botschaft in authentischer Weise und strahlt immer eine gewisse Freundlichkeit und Wärme aus.

Sr. Hemma Jaschke, als österreichische Provinzleiterin zuständig für die Erstformation, überreichte uns als Zeichen der Aufnahme ins Noviziat eine englischsprachige Bibel und unsere Konstitutionen. Der abschließende Segen wurde uns von der gesamten Schwesterngemeinschaft zugesprochen.

Neben Sr. Hemma durften wir als besondere Gäste auch die deutsche Provinzoberin Sr. Anna-Maria Kofler und Sr. Coelia Traudes aus Mönchengladbach begrüßen.

Ein gemeinsames Abendessen mit allen Schwestern des Generalats, einschließlich vieler Glück- und Segenswünsche in den verschiedensten Sprachen, rundete unsere farbenfrohe Noviziatsaufnahmefeier ab.

Nach diesen Feierlichkeiten starten wir diese Woche mit unserer Noviziatsleitung  Sr. Laura Vlèáková (Slowakei) und Sr. Mary Joy (Philippinen) offiziell ins EEN (Englischsprachige Europäische Noviziat). Somit sind wir auch in unserer Noviziatsgemeinschaft eine bunte Truppe und freuen uns darauf, im Laufe der Zeit gemeinsam unser eigenes Bild zu gestalten.

Novizinnen Lenka, Mirka, Ida und Anne

Veröffentlicht: 24.05.2016 / Sr. Ilse Beckmann SSpS