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22.05.2020

Papst Franziskus ruft zum gemeinsamen Gebet auf

Am 24. Mai vor fünf Jahren wurde die Enzyklika „Laudato Si“ unterzeichnet. Zu diesem Jubiläum erneuert Papst Franziskus seinen Aufruf, dringend auf die ökologische Krise zu reagieren und bittet darum, dass Christen auf der ganzen Welt ein gemeinsames Gebet für die Schöpfung sprechen.

In seinem Video (Hier können Sie sich das ganze Video ansehen) fordert uns Papst Franziskus auf, die Schöpfung Gottes zu beschützen: „Ich wiederhole meinen dringenden Aufruf, auf die ökologische Krise zu reagieren, der Schrei der Erde und der Schrei der Armen ist nicht mehr auszuhalten”, sagt Papst Franziskus. „Kümmern wir uns um die Schöpfung, die ein Geschenk unseres guten Schöpfergottes ist. Lasst uns gemeinsam beten”.

Am 24. Mai 2020 um 12 Uhr Ortszeit sind Christen weltweit dazu aufgerufen, dieses Gebet „für die Erde und die Menschheit“ zu sprechen:


Lieber Gott,
Schöpfer von Himmel und Erde und allem, was in ihnen wohnt, du hast uns nach deinen Vorlieben erschaffen und uns zu Verwaltern deiner gesamten Schöpfung gemacht.
Du hast uns mit Sonne, Wasser und reichem Land gesegnet, damit alle ernährt werden können.

Öffne unseren Geist und berühre unsere Herzen, damit wir uns um dein Geschenk der Schöpfung kümmern können. Hilf uns, uns bewusst zu werden, dass unser gemeinsames Haus nicht nur uns gehört, sondern all deinen Geschöpfen und all denjenigen, die nach uns kommen, und dass es in unserer Verantwortung liegt, dieses Haus zu bewahren. Mögen wir jedem Menschen helfen, die Nahrung und die Ressourcen zu sichern, die er braucht.

Zeige den Bedürftigen, dass du in diesen schwierigen Zeiten für die da bist, vor allem den Ärmsten und denjenigen, die am stärksten gefährdet sind, in Vergessenheit zu geraten.  Verwandle unsere Angst und Gefühle der Einsamkeit in Hoffnung und Solidarität, damit wir eine echte Bekehrung des Herzens erleben können.

Hilf uns, kreative Solidarität bei der Bewältigung der Folgen dieser globalen Pandemie zu zeigen, ermutige uns zur Akzeptanz der Veränderungen, die für das Gemeinwohl notwendig sind. Mehr denn je dürften wir jetzt das Gefühl haben, dass wir miteinander verbunden und voneinander abhängig sind. Ermutige uns, auf den Schrei der Erde und den Schrei der Armen zu hören und darauf zu antworten. Möge das gegenwärtige Leiden die Entstehung einer solidarischen und nachhaltigeren Welt sein.

Unter dem liebenden Blick von Maria, sprechen wir dieses Gebet, durch Christus, unseren Herrn. Amen.