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13.10.2020

Sr. Ada führt die jungen Schwestern in die Kräuterkunde ein

Sr. Ada nimmt Abschied von Athen

Im März musste alles sehr schnell gehen: Sr. Ada Lick wurde aus Athen zurück nach Österreich geholt. Für die 81-Jährige war die Corona-Situation vor Ort zu gefährlich. Ende September kehrte sie zurück, um Abschied zu nehmen.

In der Athener Wohnung der Schwestern – seit der Pandemie wohnen sie im Haus der Jesuiten – ist Kräuterkunde angesagt. Sr. Ada leitet Sr. Ewa bei der Herstellung von Salben, Ölen und Tinkturen an, die zum Beispiel aus Aloe Vera gemacht werden, die im Topf vor der Küche auf der Feuertreppe wächst.

Als das Euro-Projekt, die „Community in Movement“, im Mai 2017 startete, war Sr. Ada eine der ersten Schwestern, die in Athen tätig waren. Der Abschied im März kam durch Corona sehr plötzlich. Nun ist sie für ein paar Tage nach Athen gekommen, um die Apotheke zu ordnen, neu aufzustellen und Arzneien, Verbandszeug sowie medizinische Hilfsmittel an verschiedene Leute zu verteilen, die damit weiterarbeiten werden.

„Auch wenn ich selber nicht mehr hier sein kann, so möchte ich, dass unsere Schwestern und die Mitarbeiterinnen des JRS die einfachen medizinischen Mittel verwenden und an die Leute weitergeben können", meint Sr. Ada.

Selbst ganz einfache, unscheinbar wirkende Heilmittel, wie Schwedenbitter oder Aloe Vera-Salbe, heilen und geben so den leidenden Menschen Hoffnung und Kraft. Dass einmal eine Krankenschwester oder eine Person, die medizinisch geschult ist, an ihrer Stelle nach Athen kommt, das wünscht sie sich von Herzen. Jemand, der/die einfach die Nöte und Krankheiten der flüchtenden Menschen sieht und mit einfachen Mitteln direkt Erleichterung und ein Stück Heilung schaffen kann.

Sr. Hemma Jaschke auf ssps.at