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18.09.2019

Steyler Missionsschwestern machen mit bei „Churches for Future“

Die Bewahrung der Schöpfung ist ein zentrales Anliegen der Steyler Missionsschwestern. Daher solidarisiert sich die deutsche Provinz mit den jungen Menschen, die jeden Freitag auf die Straße gehen, und unterstützt das Ökumenische Netzwerk für Klimagerechtigkeit

Verschiedene katholische Bistümer, evangelische Landeskirchen, kirchliche Verbände und Ordensgemeinschaften haben sich zum „Ökumenischen Netzwerk für Klimagerechtigkeit“ zusammengeschlossen. Das Netzwerk bittet darum, die Kinder und Jugendlichen der „Fridays for Future“-Bewegung zu unterstützen und ihren Einsatz anzuerkennen. Das Netzwerk hat den Slogan der jungen Menschen abgewandelt und ruft zu „Churches for Future“ auf.

Thomas Kamp-Deister, Referent für Schöpfungsbewahrung im Bistum Münster: „In seiner Enzyklika ‚Laudato Si‘ hat Papst Franziskus deutlich gemacht, dass die Länder im Globalen Norden gegenüber den Ländern, die die Auswirkungen des Klimawandels jetzt schon spüren, in einer ‚ökologische Schuld‘  stehen. Wirksamer Klimaschutz muss auch dazu beitragen, gerechte Entwicklungschancen und Anpassung an die Folgen des Klimawandels für ärmere Menschen zu unterstützen.“

Das Ökumenische Netzwerk Klimagerechtigkeit verfolgt mit seinen Aktivitäten verschiedene Ziele: Es soll eine neue ökumenische Vernetzung geschaffen werden, um die Qualifizierung und den Austausch zum Thema Klimagerechtigkeit in weltkirchlicher und ökumenisch-weltweiter Perspektive zu verbessern. Ein wichtiger Aspekt, der auch dem Selbstverständnis der Steyler Missionsschwestern entspricht, ist die theologische und spirituelle Einbettung und Einordnung der Klimagerechtigkeit ins tägliche Handeln.

Am 20.09. findet der dritte globale Klimastreik statt  – weltweit werden Menschen auf die Straße gehen und für die Einhaltung des Pariser Abkommens und gegen die anhaltende Klimazerstörung protestieren. Das Ökumenische Netzwerk für Klimagerechtigkeit hat dazu ein Gebet formuliert:

„Guter Gott, jeden Freitag gehen junge Menschen auf die Straße und demonstrieren für entschiedeneres und konsequenteres Handeln in Politik und Gesellschaft zur Begrenzung des Klimawandels. Wir sind dankbar für ihr Engagement und ihre eindringlichen Rufe zur Umkehr, die uns die Augen öffnen für unser Versagen. Für alle Menschen, die für die Bewahrung der Schöpfung sowie die Rechte der Armen wie der künftigen Generationen eintreten, bitten wir dich um Schutz und Segen“.

Weitere Informationen gibt es hier:
https://www.kirchen-fuer-klimagerechtigkeit.de/