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06.06.2018

Beate und Klemens Rodemann legen ihr Versprechen ab. Die anderen Mitglieder der Lebensgemeinschaft stärken ihnen dabei den Rücken.

Fest im Dreifaltigkeitskloster Laupheim: Versprechen in der Lebensgemeinschaft mit den Steyler Missionarinnen

Im Dreifaltigkeitskloster Laupheim wurden am 27. Mai gleich zwei Feste gefeiert: Das Dreifaltigkeitsfest hat für das Kloster Laupheim und für die Steyler Missionsschwestern eine besondere Bedeutung. Da Gott Gemeinschaft ist, befähigt er auch uns, Gemeinschaft zu leben.

Beate und Klemens Rodemann nahmen das Fest der Dreifaltigkeit zum Anlass, im Kloster Laupheim das Versprechen, ihre missionarische Berufung in Verbundenheit mit den Steyler Missionsschwestern zu leben, und ihre Aufnahme in die Lebensgemeinschaft mit den Steyler Missionsschwestern (VCcSSpS) zu feiern.

Um 10.30 Uhr wurde ein gemeinsamer Gottesdienst in der Klosterkirche gefeiert. Gekommen waren Schwestern aus verschiedenen Kommunitäten, das Ehepaar Beate und Klemens Rodemann, ihre beiden Töchter mit den Ehepartnern und den sechs Enkelkindern  sowie die Mitglieder der Lebensgemeinschaft Andrea Höschle, Bianca Preuß, Monika Eyll-Naton, Ilga Ahrens und Jürgen Strebel, einige mit ihrem Ehepartner, außerdem die Schwestern, die Beate und Klemens auf ihrem Weg seit 2002 begleitet haben. Die Kirche war festlich geschmückt, ein Organist engagiert, Gitarren gestimmt, Hefte für den Gottesdienstablauf verteilt und die Lieder eingeübt.

Pater Norbert Cuypers SVD war aus Berlin angereist, um mit den Anwesenden Eucharistie zu feiern. In seiner Predigt schilderte er Begebenheiten, die deutlich machen, wie sehr Deutschland ein Missionsland geworden ist. Viele Menschen verstehen nicht mehr, worum es im Gottesdienst, in den Sakramenten und den christlichen Festen geht. Ihnen fehlen die Worte, über religiöse Zeichen und Inhalte zu sprechen. Alle Getauften sollen aufbrechen und zu den Menschen gehen. Durch Taufe und Firmung wurden wir vom Heiligen Geist gestärkt und befähigt, auf die Menschen zuzugehen, ein offenes Ohr für ihre Nöte und Fragen zu haben, mit ihnen über den Glauben in einer Sprache zu sprechen, die sie verstehen.

Es war ein berührender Moment, als Beate und Klemens ihr Versprechen vor Sr. Anna-Maria Kofler (Provinzleiterin) und Sr. Antonia Schmid (Provinzrätin) ablegten und ein Kreuz als Symbol der Gemeinschaft erhielten.

Ein schöner und bewegender Moment war auch der Gabengang mit den sechs Enkelkindern im Alter zwischen drei und acht Jahren. Das Hochgebet, gesungen von Monika Eyll-Naton und ihrem Mann Martin, war ein ganz besonderer Moment. Sr. Mechthilde Berger und Sr. Charlotte Irmler sangen auf Wunsch von Beate und Kle-mens das Lied "Die einzige Sprache, die alle Menschen versteh’n, ist die Sprache der Liebe..." nach einem Zitat von Josef Freinademetz.

Die Lebensgemeinschaft überraschte die neu Aufgenommen mit einem von Andrea Höschle eigens für das Fest geschriebenen Liedtext und mit Symbolen für die Le-bensgemeinschaft.

Nach dem Gottesdienst waren die Gäste in den Festsaal zum Mittagessen, zu Kaffee und Kuchen sowie zum Abendbrot eingeladen. Das Tischgebet wurde von den Enkelkindern mit ihren Eltern gebetet. Zu Kaffee ließ Sr. Antonia die Anwesenden zum Lied "Leben ist mehr als…" von Rolf Zuckowski tänzerisch aktiv werden und Sr. Alicja Piszczek hatte einen kleinen Sketch vorbereitet: die „Klosteraufnahme“ von Beate und Klemens.

Für das Wohl aller Feiernden während unseres gemeinsamen Festes haben die Küche des Klosters und das Servicepersonal bestens gesorgt. Es war ein Fest der Freude und des gemeinschaftlichen Miteinander.   

Unser Dank geht an alle, die zu diesem festlichen Dreifaltigkeitssontag beigetragen haben durch ihr Tätigsein, ihr Gebet und ihr Denken an uns.

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Sieben Personen gehören der Lebensgemeinschaft an, die ihr Versprechen abgelegt haben. Sie wollen in Familie und Beruf, Kirche und Gesellschaft ihre missionarische Berufung leben, achtsam bleiben für die Nöte in ihrer Umgebung, geschwisterlich teilen und sich einsetzen für eine gerechtere und friedlichere Welt. Falls Sie sich mit den Steyler Missionsschwestern verbunden fühlen, mit einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten unterwegs sein wollen und ihnen die missionarische Situation in Deutschland und weltweit zu Herzen geht, sind Sie herzlich eingeladen, mit der Gruppe in Kontakt zu treten: Andrea Höschle,  lebensgemeinschaft@ssps.de.
Weitere Informationen finden Sie außerdem hier.



Beate und Klemens Rodemann