Die Gruppe wanderte jeden Tag mit Impulsen in GOTTES wunderbarer Natur

Aufatmen in der Höhe – Bergexerzitien 2026

Glasklare Bergseen, frische Luft, atemberaubende Bergkulissen und dazu Menschen, die gemeinsam unterwegs sind. In der Stille hatte Jede*r Zeit für sich, GOTT und die Schöpfung.

Aufatmen in der Höhe – unter diesem Motto wagten 14 junge Frauen und Männer und die Begleiterinnen Magdalena Beier, Sr. Bettina Rupp und Sr. Christine Müller den Start in die Bergexerzitien 2026. Und in die Höhe ging es gleich bei der Anreise. Hatte man die Fahrt ins Kühtai geschafft, wartete zum Glück eine Materialseilbahn auf uns, die unser Gepäck den Fußweg zur Mittergrathütte brachte. Dass sich Anreise und Aufstieg gelohnt haben, machte uns die sehr schöne große Hütte inmitten von wunderbarer Natur sofort deutlich – ein echter Sehnsuchtsort. Und so lud die Umgebung ein, auch unserer eigenen innerlichen Sehnsucht nachzuspüren und langsam in die Stille hineinzuwachsen.

In Stille wanderten wir die kommenden Tage, getragen von Impulsen und der Gemeinschaft, die auch im Schweigen zu spüren war. In der Stille hatte endlich das Platz, was im Alltag leicht übertönt wird. Deutlich spürbar war das am Montag, unserem „Ankommenstag“: „Lass mich langsamer gehen, Gott“, so begann der erste Impuls. Langsamer gehen und wahrnehmen, was sonst nicht bemerkt wird. Und das abwechslungsreiche Mittertal holte uns dabei immer wieder in die Gegenwart zurück. Zunächst zwischen Nadelbäumen, Felsen und Gewächsen hindurch, vorbei an Wasserfällen, hoch zu einem glasklaren Bergsee, half uns die Natur, abzuschalten und in der Stille anzukommen.

Aufatmen in der Höhe, das machten uns in den kommenden Tagen die Impulse immer wieder deutlich. Schon zum Tagesbeginn holte uns das Körperkreuz in die Verbindung von uns selbst, GOTT, den Mitmenschen und der uns tragenden Schöpfung hinein. In unser Leben hinein sprachen Texte, die uns immer wieder mitnahmen in die Verwandlung zu etwas Lebensfrohem, Festlichen. „Was ist der Wein in unserem Leben?“, fragte uns beispielsweise die Erzählung der Hochzeit zu Kana. Und ganz eindrücklich nahm uns die Erzählung des barmherzigen Vaters auch in schwierige Momente unseres Lebens, die am Ende im Licht der bedingungslosen Liebe verwandelt werden. 

„Unter den Füßen wächst die Freude.“ (Antje Sabine Naegli), das war immer dann spürbar, wenn sich die ein oder andere Sicht auf unser Leben ein Stück weit verändert hat und im Gehen leichter wurde. Und die Freude wuchs auch immer dann, wenn wieder eine neue Sicht erreicht war. Wenn der Blick sich weitete, wenn sich ein Bachlauf wundervoll vor uns ausbreitete und wenn der Gipfel mit seiner Schönheit der Aussicht erreicht war. Und an unserem Regentag war die Freude über eine spontane Einkehr in einer Alm umso größer. 

Für unser Leben als Christ*innen erinnerte uns am letzten Tag das Wasser eines Bergsees und die Erzählung von Jesu Taufe an die Liebe Gottes zu uns selbst. Was bedeutet die Liebe Gottes für unser Leben und unsere konkreten Lebenssituationen – dem konnten wir immer wieder nachspüren. Mit den Erfahrungen der Wanderungen im Gepäck erfüllte uns am Nachmittag und Abend an der Hütte der Austausch untereinander. Nicht nur beim gemeinsamen Kochen wurde uns gewiss: Wir sind nicht alleine mit unserer Sehnsucht, mit unseren Fragen und mit dem, was uns trägt.

Das Aufatmen in der Höhe ließ uns ein Stück Abstand nehmen zu den Fragen unseres Lebens, neue Sichtweisen gewinnen und stärkte uns für den Alltag, in den wir langsam, leise und liebevoll wieder einstiegen. Danke für diese bereichernde Zeit!

Silvia Köhler 

Ein Reel von der Bergexerzitien gibt es auf unserem Instagramkanal (externer Link, öffnet in neuem Tab)