Besondere Tage für Sr. Ortrud Stegmaier

Diamantenes Professjubiläum, Audienz beim Papst und die Würdigung als erste Frau an der päpstlichen Universität in Rom den Doktortitel erlangt zu haben – Sr. Ortrud Stegmaier hat bewegte Tage hinter sich.

Sr. Ortrud Stegmaier im Garten des Generalats der Steyler Missionsschwestern in Rom

Im Generalat der Steyler Missionsschwestern in Rom hatte sich Besuch angekündigt: Redakteure von den Vatikan News hatten um ein Interview mit Sr. Ortrud Stegmaier gebeten, die im Vatikan auf verschiedene Weise gut bekannt ist.  

Vor 50 Jahren kam sie als junge Ordensschwester für ihr weiteres Studium nach Rom – zuvor hatte sie bereits in Münster und Freiburg unter bekannten Professoren wie Metz, Kasper, Rahner und Ratzinger Theologie studiert. In Rom studierte sie an der päpstlichen Universität Gregoriana und erlangte dort als erste Frau überhaupt einen Doktor in Theologie. Ihre Doktorarbeit schrieb sie „über den Beitrag der Steyler Missionsschwestern für die Missionstätigkeit in Südostasien“. 

Und ihre Verbindung zum Vatikan sollte sich in den nächsten Jahren fortsetzen. Sr. Ortrud wurde mit der Begleitung der Seligsprechungsverfahren der beiden Mitgründerinnen der Steyler Missionsschwestern betraut. Sie studierte Briefe und andere Schriften der beiden Mütter und verbrachte unzählige Stunden in Archiven und Bibliotheken, um möglichst viel Material für den Vatikan zusammenzutragen. Mit Erfolg: Mutter Maria wurde 1995 von Johannes Paul II. seliggesprochen, Mutter Josepha 2008 von Papst Benedikt XVI.  

Nun durfte die heute 85-Jährige ihr 60-jähriges Ordensjubiläum feiern, was sie wiederum in den Vatikan – zur Audienz von Papst Franziskus – führte. Im August wird Sr. Ortrud in die deutsche Provinz zurückkehren, um im Dreifaltigkeitskloster in Laupheim ihren missionarischen Lebensabend zu verbringen. 

Steffi Mager mit Material von Vatikan News

Lesen Sie hier das ganze Interview von Vatikan News: Erste Theologie-Doktorandin der Gregoriana feiert 60 Jahre Ordensleben