Vier der Terziarinnen (v.l.): Sr. Theresia, Sr. Josefa, Sr. Pushpa und Sr. Aldina

Bunte Vielfalt im Mutterhaus Steyl

Am 15. August 2025 – dem Fest Mariä Himmelfahrt – waren die Türen des Arnold-Janssen-Saales für ein ganz besonderes Ereignis geöffnet: Alle Schwestern unseres Mutterhauses waren herzlich eingeladen zum Kulturnachmittag des derzeitigen spanisch-portugiesisch-sprachigen Terziats.

Schon einen Tag zuvor herrschte geschäftiges Treiben: Mit Hingabe und Kreativität gestalteten die Terziarinnen die Fensterbänke des Saals mit Symbolen und Gegenständen ihrer Wirkungs- bzw. Heimatländer. Fröhliches Lachen und rhythmisches Tanzen erfüllten das Erdgeschoss – ein Vorgeschmack auf das, was uns erwartete!

Wenn Kulturen sich begegnen, entstehen Brücken – aus Informationen zu Land und Menschen, Speisen, Rhythmen, Musik und typischer Kleidung. Jeder Mensch bringt ein Stück seiner Welt mit, und gemeinsam entsteht ein Raum, in dem Vielfalt nicht trennt, sondern verbindet. So präsentierten die 19 Terziarinnen ihre missionarischen Einsatzländer durch Bilder, Objekte, Tänze, Bräuche und kulinarische Köstlichkeiten.

Das Programm war in vier Gruppen gegliedert, jede mit einem eigenen kulturellen Schwerpunkt:
•    Gruppe 1: Angola, Äthiopien und Mosambik
•    Gruppe 2: Argentinien und Paraguay
•    Gruppe 3: Brasilien – Nord und Süd
•    Gruppe 4: Spanien, Portugal, USA, Mexiko und Kalimantan

Mehrere Terziarinnen trugen traditionelle Landestrachten. Werte und Geschichten wurden lebendig! Sr. Maria Elisabeth Hemkemeier SSpS, die Terziatsleiterin, überraschte als typische Niederländerin – stilecht mit Haube und Klompen.                                                                     

Zum Auftakt folgten unsere Augen einem Eröffnungstanz aus Indonesien. Die afrikanischen Tänze, ein typischer Gastbesuch mit Unterhaltung in Angola und die Einführung in das äthiopische Kaffeetrinken waren von der ersten Gruppe gestaltet! Besonders originell: Ein kunstvoll arrangiertes Obststück in Form eines Truthahns, Symbol des amerikanischen Erntedankfestes fehlte nicht.

Zum Segen wurde das typische „Muttergottes Tragen“ am Fest Mariä Himmelfahrt durch das Brauchtum in Argentinien. Nach dem Eintauchen in die wunderschöne Natur Brasiliens verkosteten wir die köstliche Süßspeise „Sago mit Wein“ aus Brasilien. Nach einem typischen Tanz aus Mexiko genossen wir Schokobonbons.                                                   

Jede Präsentation war ein kleines Meisterwerk – voller Herz, Rhythmus und Authentizität. Der Applaus am Ende war überwältigend und wohlverdient. Wir danken allen Terziarinnen für diesen unvergesslichen Nachmittag voller Überraschungen, Begegnungen und kultureller Schätze. Möge Gottes Segen sie auf ihrem Weg in ihrer Mission erfüllen und begleiten. Das Terziat endet am 27. August – doch die Erinnerungen an diesen Tag werden bleiben.

Text und Fotos: Sr. Antonia Schmid