Aus einer Fülle von selbst gesammelten Wildkräutern im Klostergarten und entlang der schönen Maas haben 14 Teilnehmerinnen am Kräuterseminar unter der Anleitung von Heilpraktikerin und Wildkräuterexpertin Claudia Heinzel und unter Begleitung von Sr. Antonia Schmid SSpS einige Heilmittel und Kräutergenüsse hergestellt.
Ob Melde, Lavendel, Spitzwegerich, Mahonien, Johanniskraut, Löwenzahn, junge Lindenblätter oder andere Kräuter, Wurzeln und Blüten querbeet – für jede Krankheit (bzw. besser: gegen jede Krankheit!) ist ein Kraut gewachsen. Wir Menschen können gar nicht genug Ehrfurcht vor der Apotheke Gottes haben.
In diesen Tagen verwandelten sich einige Klosterräume in eine lebendige Kräuterwerkstatt: Klostergeist-Kräuterliköre mit verschiedenen Kräutern und Mahonien sowie Insektenstich Tinkturen mit Spitzwegerich wurden angesetzt, ägyptische Magen Pillen mit gemörsertem Fenchel, Kümmel, Anis und frischem Ingwer gedreht, Lavendelduftsalbe, Johanniskrautöl und „Antibrumm“ Salbe (hält Insekten fern!) hergestellt – und mittendrin das Highlight, das alle überraschte: die Mahonien!
Mahonien – kleine, tiefblaue Beeren, die aussehen wie eine Mischung aus Heidelbeeren und Mini Trauben – wachsen kiloweise an immergrünen stacheligen Sträuchern im Klostergarten und sind echte Kraftpakete. Sie schmecken angenehm säuerlich, enthalten reichlich Vitamin C. Die Teilnehmerinnen schwärmten im Klostergaren aus wie die Bienen, um Mahonien zu sammeln – und haben dabei ein geradezu überwältigendes Ergebnis geerntet!!! Und ja: Daraus wurde Konfitüre gekocht! Eine, die so intensiv und aromatisch ist, dass sie sofort zum Gesprächsstoff wurde. Mahonien Marmelade war nicht nur ein kulinarisches Highlight, sondern auch ein Moment, in dem alle spürten: Die Natur überrascht uns immer wieder – besonders, wenn man ihr mit Neugier begegnet.
Zwischen Kräuterführungen, kleinen spirituellen Impulsen, gemütlichen Runden und dem fröhlichen Rühren von Salben entstand eine Atmosphäre, die man nicht kaufen kann. Die Teilnehmerinnen lernten, wie aus einfachen Pflanzen wirksame Hausmittel werden – und entdeckten nebenbei, wie wohltuend Gemeinschaft sein kann.
Die „Apotheke Gottes“ war ein Seminar mit Kopf, Herz, Hand und Humor. Ein Wochenende, das zeigte: Heilpflanzen sind mehr als Kräuter. Sie sind Begegnung, Erfahrung und manchmal sogar mit dem Highlight von Marmelade!
Text und Fotos: Sr. Antonia Schmid










