Einheit in Vielfalt

Es war ein glücklicher Zufall, dass am 15. Januar, am Fest unseres Gründers Arnold Janssen und am Anfang des Themenjahres „Einheit in Vielfalt“, die Eröffnung der Europäischen Heilig-Geist-Provinz stattfand. Das Kloster St. Koloman war bisher Provinzhaus für Österreich, Südtirol und Rumänien. Nun ist es Sitz der erweiterten Provinzleitung.

Das neue Provinzleitungsteam mit der Provinzleiterin Sr. Anna-Maria Kofler in der Mitte

Generaloberin Sr. Miriam Altenhofen führte das neue Leitungsteam ein, das aus der Leiterin der Provinz Sr. Anna Maria Kofler und ihren Rätinnen besteht, die je eine der bisherigen Ordensprovinzen repräsentieren. Sr. Debra Mary für Spanien/Portugal, Sr. Lili für die Niederlande, Sr. Ewa für England/Irland, Sr. Christine für Deutschland und Sr. Hemma für die bisherige österreichische Provinz.

Sr. Miriam legte den Schwestern ans Herz, Leitung als gemeinsame Aufgabe aller zu verstehen. Unterschiede in Persönlichkeit, Erfahrung und Kultur sind dabei kein Hindernis, sondern Bereicherung. Leitung besteht nicht in Autorität, die Respekt abverlangt, sondern im Dienst an der Gemeinschaft. Die Zukunft der Provinz wird von jeder einzelnen Schwester gestaltet, die sich für Engagement, Vertrauen und Hoffnung entscheidet. Unabdingbar sind Mut zu Entscheidungen, Geduld in Prozessen und Freude an neuen Zeichen des Lebens.

Worte der Ermutigung
Das Festtagsevangelium, der Johannesprolog, weist uns auf wichtige missionarische Themen hin: Inkulturation und Inkarnation (Menschwerdung). Hauptzelebrant Pater Christian Stranz, Provinzial der Zentraleuropäischen Provinz der Steyler Missionare, legte den Johannesprolog mit einer Formulierung von Andreas Knapp aus: Gott hat sich säkularisiert. Weil Gott ganz Mensch wurde, ist er nicht bloß an heiligen Orten und in schönen Erfahrungen gegenwärtig, sondern auch dort, wo es weh tut, wo es hässlich ist, und wo es Heilung braucht innen und außen. Das genau ist, wo die Schwestern gerufen sind, Gott zu begegnen und anderen Menschen erfahrbar zu machen.

Worte der Zuversicht
Sr. Anna-Maria Kofler, die neue Provinzleiterin sagte: „Wir stehen an einer Wegkreuzung, und wir haben bereits die Hinwendung zu einem neuen Weg begonnen – einem neuen Anfang für unsere missionarische SSpS Präsenz in diesem Teil Europas. Was wir alle gemeinsam gestalten, wird seine Früchte in den kommenden Jahren entfalten. Wir gehen diesen Weg im Vertrauen darauf, dass Gott selbst uns sowohl das Wollen als auch das Vollbringen schenkt (Philipper 3,1). Mit dieser Verheißung haben wir Ja gesagt zu dem Weg, der vor uns liegt.“

Gäste
Ein besonderes Zeichen der Verbundenheit in Vielfalt war die Anwesenheit von Schwestern aus den SSpS-Nachbarprovinzen Polen, Ukraine, Slowakei und Russland. Die österreichische Ordenskonferenz wurde von der Präsidentin Sr. Franziska Madl OP repräsentiert und die Erzdiözese Wien vom Ordensvikar P. Erich Bernhard Cop, der konzelebrierte.  

Sr. Anna Damas SSpS

Weitere Hintergrundinformationen gibt es in einem Text auf der Homepage und auf dem Instagramkanal der ehemaligen Deutschen Provinz

Gemeinsamer großer Einzug
Sr. Hemma begrüßt die Festgemeinde in der Klosterkirche von St. Koloman
Mit Flaggen aller Länder der neuen Provinz, eine Bibel und die Kerze für die neue Provinz schmückten den Altarraum
Sr. Miriam Altenhofen (Ambo) spricht einführende Worte zur neuen Provinzleiterin
Das neue Provinzleitungsteam gestärkt durch den Segen und die Schwestern in ihrem Rücken
Es wurde in vielen verschiedenen Sprachen gesungen
Als Zeichen des Zusammenwachsens mischt Sr. Anna-Maria die Erden, die die Schwestern aus ihrer jeweiligen Heimat mitgebracht hatten
Die ehemaligen Provinzleiterinnen schenkten dem neuen Team ein Bild des Regenbogens und Schals für jede Schwester ebenfalls in bunten Farben
Die neue Leitung bedankte sich bei der ausgehenden Leitung mit einer Rose und MERCI.
Sr. Luzia (l.) und Sr. Martina freuten sich über das Abschiedsgeschenk
Das Regenbogenbild zieht in das neue Sitzungszimmer, das gemeinsam gesegnet worden ist.
Von links: P. Erich Bernhard, Sr. Anna-Maria Kofler, Sr. Miriam Altenhofen und P. Christian Stranz nach der Segnung der Räume