Die Schwestern bei der Eröffnungsfeier

Eröffnung des "lelaMi" Generationenhauses in Wöllersdorf

In der Reihe der "Pilgerinnen der Hoffnung" schreibt Sr. Christa Petra Ahrer über ein neues Projekt in Wöllersdorf, aus dem sie und ihre Mitschwestern Hoffnung schöpfen.

Das Immakulatakloster war viele Jahre Erholungsort und Noviziat. 1924 hatten wir es in einer politisch schwierigen Zeit von einer jüdischen Familie erworben, die es in gute Hände geben wollte. Die Schwestern unterstützten vielfältig die Menschen durch Besuchsdienste, ambulante Pflege, Nähschule, Kindergarten, Pfarrarbeit. Im Herbst 2021 hatten die letzten sieben Schwestern das Immakulatakloster verlassen. 2023 wurde es mit allen Liegenschaften von der politischen Gemeinde gekauft, um es von der reichen Tradition in eine gute Zukunft zu führen. Mit der feierlichen Eröffnung des neuen lelaMi Generationenhauses am 13. September 2025 setzte die Marktgemeinde Wöllersdorf-Steinabrückl ein starkes Zeichen für ein aktives, gemeinschaftliches und generationenübergreifendes Zusammenleben.

Das neue lelaMi Generationenhaus – lelaMi steht für „lebenslanges Miteinander“ – baut auf der bisherigen Rolle des Klosters als Ort der Begegnung auf und führt diese in zeitgemäßer Form weiter. Mit einem breit gefächerten Angebot soll es Menschen jeden Alters durch verschiedene Lebensphasen begleiten und so zu einer wertvollen Anlaufstelle für die Bevölkerung werden.

Das Haus steht unter der Patronanz von Dr. Jakob Rosenfeld. Dieser Arzt aus Lemberg in der Ukraine lebte mit seiner Familie in Wöllersdorf. Als Jude, sozial und politisch engagierter Mensch erlebte er Kampf, Vertreibung und Flucht. Seine Menschlichkeit, sein Mut und internationale Solidarität zeichneten ihn aus. Von Herzen wünschen wir, dass dieses Haus ein Ort der Begegnung und Unterstützung für Menschen aller Generationen bleibt und der Zusammenhalt gestärkt wird. Als bescheidene aber sichtbare Zeichen unserer Zeit bleiben das schlichte Kreuz auf dem Dach und die Erinnerungstafel an der Mauer.

Diese Eröffnungstagfeier erfüllt uns mit Hoffnung, dass unsere Sorge für die Menschen dieser Gemeinde weitergeht und alle Generationen hier Begleitung und Unterstützung für ein gutes lebenslanges Miteinander finden.

Sr. Christa Petra Ahrer für die Provinz Österreich/Rumänien/Südtirol

Im Monat der Weltmission erzählen Schwestern aus verschiedenen Provinzen und Regionen Europas, was sie als Pilgerinnen der Hoffnung erleben. Was ihnen Hoffnung macht und woraus sie Hoffnung schöpfen. Weitere Berichte folgen.