Mit herzlichen Umarmungen wurde Katharina am 21. Februar in der Kommunität in Bratisvlava in Empfang genommen. Besonders die Wiedersehensfreude mit Maria Majerčáková, der slowakischen Postulantin, war groß. Bei einem ersten Abendspaziergang tauschten sich die beiden Postulantinnen aus, die sich zuletzt im Herbst 2025 in Steyl persönlich getroffen hatten. Dieser persönliche internationale Austausch gehört seit einigen Jahren fest zum Postulat dazu und die jungen Frauen empfinden ihn als sehr bereichernd.
Sr. Laura Vlčáková, die Postulatsleiterin in der Slowakei, hatte für die beiden Frauen Besuche und Vorträge organisiert. Der Sonntag begann mit einer Messe in der Gemeinde, die von den Steyler Missionaren geleitet wird. „Besonders schön zu sehen war, dass viele Familien und junge Menschen zu der Messe gekommen waren“, erzählte Katharina. Mit Matúš Kubo und Pavol Kupka, den beiden Postulanten der Steyler Missionare, zogen Maria und Katharina am Sonntagnachmittag los, um die Stadt zu erkunden. Dabei durften die „Burg Bratislava“ und die „Blaue Kirche“ natürlich nicht fehlen.
Am Montag stand ein Besuch beim Tagestreff für wohnungslose Menschen auf dem Programm, wo Sr. Laura vor einigen Jahren gearbeitet hat. Täglich kommen mehr als 100 Menschen und bekommen in dem Treff ein Frühstück und Kleidung, können duschen und ihre Wäsche waschen. An manchen Tagen sind auch Ärzte und Zahnärzte vor Ort, um die Menschen zu versorgen und zu unterstützen.
Weiter ging es nach Ivanka pri Nitre ins Provinzhaus, einer Gemeinde von Nitra, wo Maria und Sr. Laura in einer kleinen Kommunität leben. Hier stieß auch Sr. Christine Müller, die Leiterin des deutschen Postulats, zur Gruppe dazu. Es gab Vorlesungen mit der Bibelwissenschaftlerin Sr. Anna Mátiková vom Orden der "Daughters of St. Paul", die über Frauen in der Bibel referierte. „Das war sehr inspirierend und bereichernd! Man hat durch ihr tiefes Wissen und die Rückbindung an die hebräischen Originaltexte ganz andere Aspekte kennengelernt“, sagte Katharina. Die Referentin hat die Bedeutung der Frauen an zentralen Stellen in der Bibel angesprochen und so neue Perspektiven eröffnet. „Wichtig war auch immer die Rückbindung und die Frage, was wir heute als Ordensfrauen daraus mitnehmen können“, erklärte Katharina weiter.
Die Zeit in der Slowakei verflog nur so und die kleine Gruppe ging mit guten neuen Erfahrungen auseinander und wiederum herzlichen Umarmungen auseinander. Für Katharina endet damit das Postulat und das nächste Kapitel wartet schon auf sie: das europäische Noviziat in Dublin.
Steffi Mager









