Die scheidende Provinzleiterin Sr. Maria Theresia Hörnemann eröffnete die Feier, zu der sich auch Mitschwestern aus Aachen, Berlin, Frankfurt und Mönchengladbach angeschlossen hatten. Gleichzeitig trafen sich die Mitschwestern in Laupheim und Moos, um Abschied zu nehmen. Mitglieder des aktuellen Provinzrates nahmen jeweils an den Feiern teil.
Eine von Sr. Annemarie Reisch und Sr. Christine Müller gestaltete PowerPointPräsentation lud uns ein, innezuhalten: unseren gemeinsamen Weg zu würdigen, die Spuren des Heiligen Geistes durch Jahrzehnte des Zusammenlebens und Zusammenarbeitens zu erkennen und dankbar zu betrachten, was uns bis hierhergeführt hat.
Im Licht des Sterns von Betlehem verabschiedeten wir die Deutsche Dreifaltigkeitsprovinz mit ihrem Provinzlogo – jene Einheit, die 2004 aus der Zusammenführung der Mutterhaus‑Provinz (Steyl), der Norddeutschen Provinz (Wickede‑Wimbern) und der Süddeutschen Provinz (Laupheim) entstanden war. Nach Momenten des Loslassens richteten wir unseren Blick hoffnungsvoll nach vorn: auf den Weg hin zur neuen Europäischen Heilig‑Geist‑Provinz. Ein Geschenk der neuen Provinz für jede Schwester wird uns durchs Jahr begleiten: ein Kalender für 2026, gefüllt mit Bildern aus allen fünf Provinzen – ein liebevolles, starkes Zeichen unserer Verbundenheit. Da das Logo unserer deutschen Dreifaltigkeitsprovinz offiziell nicht mehr verwendet wird, wurde der Blick auf das neue Kongregationslogo gelenkt.
Bereits 2023 hatten die Provinzen und Regionen Österreich, England/Irland, Deutschland, die Niederlande sowie Spanien/Portugal beschlossen, sich bis Januar 2026 zusammenzuschließen. Dieser Schritt ist mehr als eine Vision – er ist unsere gemeinsame Antwort auf Gottes Ruf, Seine Mission in Europa weiterzuführen.
Der Weg dorthin ist lang gewachsen: 1967 trafen sich erstmals die drei deutschen Provinzen mit Österreich und den Niederlanden. 1989 begann ein lebendiger Schwestern‑Austausch, und neue Gemeinschaften entstanden in Osteuropa. 1990 folgte die gemeinsame Erstausbildung und das erste Euro‑Treffen, das Ost und West verband. Ein Euro‑Rat mit Koordinatorin und zwei Rätinnen wurde gebildet. Regelmäßige Treffen der Leitungsteams, der Formatorinnen und der Verantwortlichen verschiedener Dienste stärkten über die Jahre unsere gemeinsame Mission. Neue Gemeinschaften in Rumänien, Russland, der Ukraine, Berlin, Harsefeld und Ungarn wurden zu Zeichen gelebter Einheit in Vielfalt. Schritt für Schritt wuchs so ein europäisches Miteinander, getragen von allen Provinzial‑ und Regionalleiterinnen.
Mit herzlichen Worten und großem Applaus dankten wir Sr. Maria Theresia und dem gesamten scheidenden Provinzleitungsteam für ihren treuen, langjährigen Dienst in der Deutschen Dreifaltigkeitsprovinz.
Am 15. Januar 2026 wird das neue Provinzleitungsteam eingeführt: Provinzleiterin Sr. Anna-Maria Kofler (Deutschland) sowie die Provinzrätinnen Sr. Debra Sithobekile Ncube (Spanien/Portugal), Sr. Ewa Pliszczak (England/Irland), Sr. Hemma Jaschke (Österreich), Sr. Lili Purwanti (Niederlande) und Sr. Christine Müller (Deutschland). Gleichzeitig wird in St. Koloman, Stockerau (Österreich), der neue Sitz der Europäischen Heilig‑Geist‑Provinz errichtet. Wir wünschen unserem neuen Provinzleitungsteam Gottes Segen und Mut.
Vereint im Gebet und in der Liebe des Heiligen Geistes gehen wir diesen transformativen Weg weiter – in Einheit, in Vielfalt und in Vertrauen auf Gottes Führung.
Text und Fotos: Sr. Antonia Schmid SSpS

















