In jedem Ende steckt ein neuer Anfang

Von Adolf Kolping stammt das Wort: "Die Zukunft gehört Gott und den Mutigen." Das ist ein mutiges Wort.

Mutmachend soll auch jedes Gebet sein, hoffnungsvoll, aufbauend und vertrauend. Wir alle brauchen Mut, Mut und Kraft. Gerade jetzt, am Anfang eines neuen Jahres, an dem wir mit so vielen erschütternden Nachrichten konfrontiert sind: die gewaltsame Entführung von Maduro und seiner Frau, die Brandkatastrophe in einer Bar in der Schweiz mit vielen Toten und Schwerverletzten, die 2.000 russischen Luftangriffe auf die Ukraine in der Neujahrswoche, Tote und Verletzte in Gaza. Die Horrormeldungen könnten weiter fortgesetzt werden. Was hat das mit der Aussage von Adolf Kolping zu tun, dass die Zukunft Gott und den Mutigen gehören soll?

Mut, für die Erde einzutreten
Mir fällt da die Weltklimakonferenz in Brasilien ein. An ihr haben auch Mitglieder von VIVAT International teilgenommen, eine Nichtregierungsorganisation von uns Steylern gegründet, der sich viele andere Ordensgemeinschaften angeschlossen haben. Dort ging es um die Zukunft der Erde und ihrer Bewohner. Staaten wie Tuvalu, Kiribati, die Malediven, Fidschi und andere kleine Inselstaaten im Pazifik sind am stärksten vom Untergang bedroht, weil ihre tief liegenden Atolle durch den steigenden Meeresspiegel versinken werden; aber auch Teile großer Küstenregionen in Bangladesch, Indonesien, China, den USA (Florida, New York), den Niederlanden und anderen Ländern sind durch Überflutungen und Erosion akut gefährdet. Der Klimawandel ist eine globale Bedrohung für Küstenbewohner. Asiatische Länder und Inselstaaten sind davon besonders betroffen, weil ihnen oft Schutzmaßnahmen und finanzielle Ressourcen fehlen. Die Steyler Missionsschwester Nelly Boonen hat als Mitglied von VIVAT am Weltklimagipfel teilgenommen. Mehr als 50.000 Bewohner des Regenwaldes, Mitglieder indigener Völker und besorgte Bürger- und Bürgerinnen haben am Volksgipfel teilgenommen, sind mutig für die Erde und den Lebensraum vieler Menschen eingetreten.

Mut, die Komfortzone zu verlassen
Mut haben auch die jungen Menschen, die als "MaZ" (Mitleben auf Zeit) für ein Jahr in andere Länder gehen, wie z.B. nach Osttimor, einem kleinen, armen Land, in der Nachbarschaft von Indonesien. ...

Aus dem Editorial von Sr. Gabriele Hölzer SSpS