Sr. Vincentia Siegeroth blickte auf 70 Jahre Profess zurück – Sr. Donatrix Breller, Sr. Huberte Beumer, Sr. Wilhelmine Bültel, Sr. Marianeldis Loewe sowie Sr. Servitia Stumpf durften ihr 65-jähriges Professjubiläum feiern.
Der Himmel meinte es gut mit uns: Die Sonne strahlte mit den Gesichtern unserer Jubilarinnen um die Wette, und die Sonnenblumen im Garten schienen eigens für diesen Anlass ihre schönsten Blüten zu zeigen.
Mitgefeiert haben Angehörige, Freund*innen, Mitschwestern aus dem internationalen spanisch/portugiesischsprachigen Terziat und natürlich wir Schwestern vom Mutterhaus. Es war nicht nur ein Fest des Rückblicks, sondern vor allem ein Fest der Dankbarkeit – für das JA, das diese Frauen vor 70 bzw. 65 Jahren gesprochen haben und für ihr tägliches Leben aus Gottes Fülle.
Sr. Maria Theresia Hörnemann SSpS, unsere Provinzleiterin, stand der Feier vor. Sie erinnerte, bezugnehmend auf das Evangelium Mt 7,24-27, daran, dass ein Jubiläum ein Fest des Dankes ist, denn diese Frauen schauen zurück auf 70 und 65 Jahre missionarischen Ordenslebens: „Im Rückblick auf ihr langes Leben stellen unsere Jubilarinnen fest, dass sie ihr Leben auf sicheren Grund gestellt haben. Denn der Gott, auf den sie ihr Leben gesetzt haben, ist ihnen treu geblieben und hat sie nicht im Stich gelassen.“
Der festliche Gottesdienst wurde von P. Franz-Josef Janicki SVD zelebriert, der mit einem Zitat des dänischen Philosophen Soren Kierkegaard zum Nachdenken anregte: „Wenn ich nicht zu Grunde gegangen wäre, wäre ich zugrunde gegangen.“ Mit seinem feinen Gespür für Sprache und Tiefe erklärte P. Janicki die doppelte Bedeutung: Das „Zu-Grunde-Gehen“ als Weg zum innersten Grund, zur Begegnung mit dem wahren Gott – und nicht als „Zugrunde-Gehen“ im Sinne von Scheitern. Er würdigte die Jubilarinnen als „Zeuginnen des wahren Gottes“, deren Leben ein leuchtendes Zeugnis des Glaubens ist.
Beim Nachmittagskaffee ließ es sich der Bürgermeister von Venlo nicht nehmen, den Jubilarinnen zu gratulieren und ein Geschenk zu überreichen. Er ist immer wieder beeindruckt von der Lebendigkeit und kulturellen Vielfalt, die er hier erlebt.
Es war ein rundum gelungenes Fest mit gemeinsamen Mahlzeiten und fröhlichen Begegnungen. Dass unsere Mitschwestern des Terziates bei der Eucharistie und den Mahlzeiten dabei waren, gab dem Ganzen eine besondere Note, zumal sie mit ihren musikalischen und kreativen Beiträgen dem Fest eine lebendige, internationale Note verliehen haben.
Wir danken unseren Jubilarinnen von Herzen für ihr Lebenszeugnis – nicht nur in den aktiven Jahren, sondern auch jetzt, im Alter, mit all seinen Herausforderungen. Wir wünschen ihnen weiterhin, dass sie aus Gottes Fülle Tag für Tag Gnade über Gnade empfangen.
Text und Fotos: Sr. Antonia Schmid