Unsere Staatsexamen-Vorbereitung im Kloster
Vorweg: Wir haben beide hauchdünn bestanden! Wir schwören drauf: Rausgehauen hat es die Klosterzeit. Christin und ich haben beide über den QuellPunkt von „study in:spirit“ erfahren. Die Option, sich von Mittwoch bis Sonntag in aller Ruhe mit Lernen zu beschäftigen?! Wir waren begeistert und meldeten uns an. Am besagten Mittwochmorgen fuhren wir mit dem Auto eine Stunde zum Herz-Jesu-Kloster nach Steyl. Obwohl wir dezente zwei Stunden zu spät ankamen, nahm Anna (Jugendreferentin bei in:spirit, Anm. d. Red.) uns direkt liebevoll in Empfang. Sie zeigte uns unsere Zimmer. Jeder hatte sein eigenes kleines Reich. Meines hieß „Anden“, Christins „Kapaten“, beides Gebirge, die Ländergrenzen überwinden. Insgesamt waren wir zu sechst, die meisten aus Aachen. Für die Zeit gehörte der „Begegnungsraum“, ein vom Hauptkloster abgesonderter Bereich, nur uns. Alles ist frisch renoviert und total einladend gestaltet. Die anderen lernten die meiste Zeit im stillen Lernraum. Das ist ein hübscher Raum, an dem jeder einen Tisch für sich hat. Über eine Seitentür kann man direkt in den riesigen Klostergarten hinausgehen. Christin und ich lernten für eine mündliche Prüfung und fragten uns gegenseitig in der gemütlichen „Chillout-Lounge“ ab.
Da die Prüfung schon in wenigen Tagen stattfinden würde, gab es immer wieder Momente, in denen der Stress Übermaße annahm. Dann gingen wir raus, sonnten uns auf den Liegestühlen, rochen an den Sonnenblumen. Oder spazierten bzw. joggten die Maas entlang, die keine zehn Gehminuten entfernt ist.
Super wohltuend war der automatisch strukturierte Alltag. Frühstück, Mittagessen, Nachmittagskaffee, Abendessen. Zwischen den Mahlzeiten war genug Zeit zum Lernen, aber man wurde so auch immer wieder zu einer Pause „gezwungen“ und überlernte sich nicht. Die ganze Woche wurden wir erst von Anna, dann von Katharina (Postulantin bei den Steyler Missionsschwestern, Anm. d. Red.) begleitet und umsorgt. Wir aßen wie die Könige, ohne uns um irgendetwas zu kümmern. Jeder Tag startete und endete mit einem Ruhe-Impuls. Natürlich nur für die, die wollten. Uns taten das Singen und Reflektieren des Tages bei Kerzenschein total gut.
Das Kloster selbst stellte sich als wunderschönes Backsteingebäude heraus. Wer wollte, durfte an einem Gottesdienst der „blauen Schwestern“ teilnehmen. An einem Nachmittag kamen einige von den älteren Schwestern zu uns rüber. Wir aßen Kuchen zusammen und erzählten. Sie arbeiteten in aller Welt, von Indien bis Taiwan, Bolivien und den USA. Das hat uns eine ganz
neue Sichtweise aufs Klosterleben gegeben.
Insgesamt gab uns die Zeit im Kloster eine innere Ruhe, genau das, was wir vor der anstehenden Prüfung brauchten. Wir können „study in:spirit“ nur empfehlen. Das ganze Programm steckt voller Leidenschaft und genau dem besagten „Spirit“.
Julia & Christin
Eine weitere Teilnehmerin teilt diese kurzen Highlights:
- Es war sehr produktiv, dadurch auch irgendwie anstrengend
- geregelter Tagesablauf, für alles ist gesorgt
- tolle Atmosphäre im Kloster, sehr ruhig, igendwie erdend
- sehr nette Menschen mit toller Begleitung (Impulse morgens und abends)
Miriam