Das Wetter lud dazu ein, auch im Garten zu sein.

MaZ: Jetzt kann es wirklich losgehen

Clara blickt auf zehn intensive Tage Blockseminar zurück – gefüllt mit Reflexion, Begegnung und Vorbereitung auf den bevorstehenden MaZ-Einsatz.

„Ich packe meinen Koffer und nehme mit…“ – nicht nur Mückenspray, Rucksack und Kleidung, sondern eine ganze Menge an Erfahrungen, Gedanken und neuem Wissen. Nach zehn intensiven Tagen Blockseminar ist unsere Packliste für den bevorstehenden MaZ-Einsatz deutlich gewachsen: Wir nehmen ein neues Bewusstsein für unsere eigene Identität mit, Wissen über Kolonialisierung, interkulturelle Kompetenzen, einen reflektierten Blick auf Rassismus, Strategien zum Umgang mit Konflikten – und nicht zuletzt die Fähigkeit, unsere Grenzen zu erkennen und Kraft aus uns selbst zu schöpfen.

Die Tage waren lang und gefüllt: Morgens ging es früh mit einem gemeinsamen Impuls los, abends fielen wir nach Gesprächen, Diskussionen und Gruppenarbeiten müde, aber meist doch sehr erfüllt ins Bett. Trotz der Fülle an Themen war die Atmosphäre durchgehend offen und motiviert.

Klar – die Ausreise rückt näher und mit ihr wachsen bei einigen auch die To-Do-Listen. Doch eines wurde allen deutlich: Wir fühlen uns gut vorbereitet. Die kreativen Rollenspiele zu den „Do’s and Don’ts“ im Einsatzland, Gruppenarbeiten zu kulturellen und sozialen Themen sowie praktische Modelle zur Selbstreflexion und zum Umgang mit Emotionen und Konflikten haben uns geholfen, mit einem klareren Blick auf unseren Einsatz schauen.

Ein besonderes Highlight war das gemeinsame Mittagessen mit den Terziatsschwestern, bei dem einige von uns ihre Spanischkenntnisse direkt anwenden konnten – mit überraschend positivem Feedback. Auch beim Grillabend mit den Schwestern haben wir das MaZ-Programm vorgestellt – und wurden im Gegenzug mit Liedern in sieben verschiedenen Sprachen und einem lateinamerikanischen Tanz überrascht - mit Einladung zum Mitmachen. Ein besonderer Moment der Begegnung und der Freude. 

Am Samstagmorgen endete dieses letzte Seminar, wie könnte es auch anders sein, mit einer letzten Reflexionsrunde – und dem Gefühl: Jetzt kann es wirklich losgehen.

Clara