Sie alle verbindet nicht nur, dass sie als MaZ-Freiwillige unterwegs sein werden, sondern auch ihr Ziel: Alle werden ihr Auslandsjahr in einem südamerikanischen Land verbringen. Grund genug also, ein ganzes Wochenende den Kulturen, Herausforderungen und Besonderheiten Südamerikas zu widmen.
Begleitet wurde das Seminar von Lena und Isabel, zwei ehemaligen MaZ-Freiwilligen der Steyler Missionsschwestern, die durch Studium und Beruf viel Erfahrung in der internationalen Zusammenarbeit mit verschiedenen Ländern Südamerikas haben. Die Inhalte des Seminars lassen sich gut anhand von drei Reflexionsfragen aus der Abschlussrunde zusammenfassen:
Was packe ich in meinen Koffer?
In einen Koffer gehören nicht nur Reisepass, Kleidung oder vielleicht ein Tagebuch. Wer sich auf einen längeren Auslandsaufenthalt vorbereitet, nimmt auch Wissen, Offenheit und Neugier mit auf die Reise. Deshalb beschäftigten sich die MaZ-Freiwilligen zu Beginn des Seminars intensiv mit der Geschichte, Politik und Gesellschaft ihrer jeweiligen Einsatzländer. Darüber hinaus setzten sie sich mit übergreifenden Themen auseinander, die den südamerikanischen Kontinent prägen. Was bedeutet Machismo und welche Auswirkungen hat er auf Gesellschaft, Gewalt und Widerstand? Welche sozialen Herausforderungen begegnen den Menschen vor Ort? Und worin unterscheiden sich kulturelle Wertschätzung und kulturelle Aneignung?
Gemeinsam erarbeiteten die Teilnehmenden Antworten auf diese und weitere Fragen und entwickelten ein besseres Verständnis für die gesellschaftlichen Strukturen ihrer zukünftigen Einsatzländer.
Was packe ich in mein Handgepäck?
Im Handgepäck befindet sich meist das, was besonders wichtig ist oder schnell griffbereit sein muss. Auch in der Vorbereitung auf den Freiwilligendienst gibt es Themen, die kurz vor der Ausreise besondere Aufmerksamkeit verdienen oder die Freiwilligen sehr beschäftigen.
Im Rahmen der Länderworkshops hatten die MaZ-Freiwilligen die Gelegenheit, sich in ihren Ländergruppen mit Menschen auszutauschen, die aus ihrem Einsatzland stammen oder dort selbst bereits einen MaZ-Dienst geleistet haben. Dabei konnten sie praktische Fragen stellen, wertvolle Reisetipps erhalten und aus erster Hand mehr über Kultur, Alltag und das Leben vor Ort erfahren.
Was bleibt in Deutschland?
Das Länderseminar soll unter anderem dazu beitragen, viele der offenen Fragen und Unsicherheiten, die die MaZ-Freiwilligen vor ihrer Ausreise beschäftigen, zu klären. Idealerweise bleiben am Ende nicht nur unnötige Sorgen, sondern auch einige Fragezeichen in Deutschland zurück.
Was sonst noch passiert ist
Ein besonderes Highlight war die Noche latina am Samstagabend. Gemeinsam begab sich die Gruppe auf eine kulinarische Reise durch Südamerika und kochte leckere Gerichte aus Bolivien, Brasilien, Mexiko und Paraguay. Anschließend konnten die Teilnehmenden ihr Wissen bei einem Südamerika-Quiz unter Beweis stellen. Bei einem so abwechslungsreichen Programm vergeht ein Wochenende wie im Flug.
Wir wünschen allen Seminarteilnehmenden weiterhin eine gute und möglichst stressfreie Vorbereitungszeit, dass sie weiterhin viel Vorfreude auf ihren Einsatz entwickeln können und einen guten Start in ihr MaZ-Jahr haben werden!
¡Adiós y hasta pronto!
Sophie, Mitglied des in:spirit-Teams und ehemalige MaZ in Paraguay






