Während weltweit Menschen am Earth Day über Klimaschutz, Nachhaltigkeit und verantwortungsvollen Konsum nachdenken, lebt Sr. Gregoria all das jeden Tag. Ohne große Worte, jedoch mit Augen, die nach Reisig Ausschau halten, einem Rosenkranz und einer erstaunlichen Portion Humor. Wer sie beobachtet, erkennt schnell: Für Sr. Gregoria ist kein Weg zu weit, kein Bücken zu tief und kein Ästchen zu unbedeutend. Mit wachen Augen sammelt sie ein, was die Natur fallen lässt.
Sie sorgt dafür, dass Besucher*innen und Schwestern barrierefreie Wege haben, und gleichzeitig achtet sie darauf, dass die Harmonie des Gartens erhalten bleibt. Jedes Stöckchen, das sie aufhebt, ist ein kleiner Beitrag zur Pflege der Erde. Es ist ein Bild, das man nicht vergisst: Links in der Hand den Rosenkranz – rechts in der Hand einen Ast, der ihr als Hirtenstab dient. So pilgert sie durch den Garten, Schritt für Schritt, mit einer Ruhe, die ansteckend wirkt. Und wer glaubt, dass Steigungen sie bremsen, irrt gewaltig. Sr. Gregoria bückt sich sogar bergauf zum Obergarten hinauf, und das mit bereits vollen Händen.
Der Welttag der Erde möchte weltweit Bewusstsein schaffen für die Schönheit und Verletzlichkeit unserer Umwelt, nachhaltiges Handeln im Alltag, konkrete Aktionen wie Müllsammeln oder Ressourcenschonung und setzt jährliche Schwerpunkte wie 2026: „Unsere Kraft, unser Planet“. Sr. Gregoria ist unterwegs – nicht nur am 22. April, sondern an jedem Tag, den Gott ihr schenkt. Ein stiller, humorvoller, unermüdlicher Beitrag zum Schutz der Schöpfung.
Mit jedem Stöckchen, das sie vom Weg hebt, schafft sie Platz: für Blumen, für Insekten, für uns, für die Zukunft. Und vielleicht auch für ein Lächeln bei denen, die sie beobachten. Denn wer Sr. Gregoria sieht, versteht sofort: Die Erde braucht nicht nur große Aktionen – sie braucht Menschen, die sie lieben. So wie sie. „Der Gott der Schöpfung segne dich und mache dich zum Segen für seine Erde.“
Text und Fotos: Sr. Antonia Schmid










