Die älteren und kranken Schwestern wurden aus Sicherheitsgründen ins Freie gebracht

Schweres Erdbeben auf der Insel Flores

Ein schweres Erdbeben der Stärke 7,7 erschütterte die Insel Flores am Morgen des 15. August 2026 gegen 6 Uhr Ortszeit. Das Epizentrum lag in der Nähe von Mbay im Regierungsbezirk Nagekeo. Das Beben, das über einen längeren Zeitraum andauerte, war auf der gesamten Insel Flores zu spüren. Alle Steyler Schwestern sind wohlauf und unterstützen die Menschen vor Ort.

Die Steyler Schwestern aller Kommunitäten sind wohlauf und unverletzt. Das Haus der Gemeinschaft in Ratedao wurde erheblich beschädigt, aber alle dort lebenden Schwestern konnten sich rechtzeitig ins Freie begeben. Auch die kranken und älteren Schwestern im Gebiet von Maumere sind in Sicherheit. Als Vorsichtsmaßnahme wurden vor dem Innenhof des Klosters Kewapante Zelte als vorübergehende Unterkunft aufgestellt.

Auch die Patient*innen des Krankenhauses in Kewapante wurden in den Innenhof evakuiert. Dort wurden zu dem Zeitpunkt 61 Patient*innen behandelt, für die Zelte aufgebaut worden sind. Inmitten der durch das Erdbeben ausgelösten Panik brachte eine Mutter mithilfe unserer Schwestern und des geburtsärztlichen Teams in einem örtlichen Kräuterladen ihr Kind sicher zur Welt. Ein kleiner Hoffnungsschimmer in diesen schweren Stunden. 

Die Steyler Schwestern und die Steyler Missionare sind schon seit vielen Jahrzehnten auf Flores. Gemeinsam stehen sie an der Seite der Menschen, die ihre Häuser und zum Teil ihr gesamtes Hab und Gut verloren haben. Erst nach und nach wird das Ausmaß des Erdbebens in den verschiedenen Regionen von Flores deutlich. Die Schwestern, Brüder und Patres schauen aktuell, wo ihre Hilfe am dringendsten gebraucht wird und packen mit an. 

Mittlerweile ist klar, dass es erhebliche Schäden an Schulen, Internaten und der Infrastruktur der Steyler Einrichtungen gibt. In Ruteng sind mehrere Gebäude, darunter auch die Schule der Schwestern mittlerweile nicht mehr nutzbar. Der Unterricht wurde ausgesetzt und die Internatsschüler*innen werden vorübergehend in Notzelten untergebracht. Insbesondere das Biara Hati Tersuci Maria (HTM), das Gebäude der Dian-Yosefa-Bildungsstiftung und das Mädcheninternat Goreti haben schwere bauliche Schäden und sichtbare Risse davongetragen. In Reo wurde ein Teil der örtlichen Klinik beschädigt. Weitreichende Strom- und Internetausfälle haben die Kommunikations- und Koordinierungsbemühungen zusätzlich erschwert.

Die Kongregation bittet um Gebete für Schutz und Kraft in dieser schwierigen Zeit.

Sr. Yasinta Ota, SSpS – Provinz Flores Ost, Indonesien

(Mit Material von worldssp.org (externer Link, öffnet in neuem Tab))