Formatorinnen der Steyler Missionsschwestern aus allen Himmelsrichtungen trafen im Mutterhaus, dem Herz Jesu Kloster in Steyl, ein – ein buntes, lebendiges Mosaik aus Kontinenten, Kulturen und Berufungen. Am Mittwoch, dem 4. März 2026, eröffneten 33 Mitschwestern – Formatorinnen, Übersetzerinnen, Kommunikatorinnen und weitere Unterstützerinnen – offiziell die englisch und spanischsprachige Formatorinnenversammlung, die bis zum 25. März dauern wird. Die Zahl der Teilnehmerinnen wird sich noch erhöhen, da durch die Sperrung des Flughafens in Doha die meisten Schwestern aus Asien ihren Flug umbuchen mussten und dadurch leider die ersten Tage der Versammlung verpassten.
Monatelang hatte Sr. Michaela Leifgen, SSpS Formationskoordinatorin, gemeinsam mit einem engagierten Team aus Generalleitung und Formation diesen Moment vorbereitet. Das Thema der Versammlung klingt wie ein Versprechen und eine Einladung zugleich: „Verwandelt durch die Dreifaltigkeit – Gemeinsam die Zukunft der Formation gestalten.“
Schon der Auftakt setzte ein starkes Zeichen: Zum ersten Mal begann eine Formatorinnenversammlung direkt in der Kapelle am Sarkophag unserer seliggesprochenen Mitgründerinnen Helena Stollenwerk (Mutter Maria) und Hendrina Stenmanns (Mutter Josefa). Dort feierten die Schwestern mit P. Thomas Heck SVD eine bewegende Eucharistiefeier – ein Startpunkt, der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verknüpfte.
Ebenso erstmalig wurde einer unserer Ausstellungsräume – jener, der die Geschichte unserer Kongregation in Film, Bildern und Exponaten unserer Gründergeneration lebendig hält – zum Versammlungsraum umgestaltet. Eine symbolträchtige Wahl: Wer die Zukunft gestalten will, tut gut daran, die Wurzeln zu berühren.
Sr. Michaela eröffnete den Gottesdienst mit Worten, die Herz und Auftrag zugleich trafen: „Wir danken dem dreifaltigen Gott dafür, dass er uns zusammengeführt hat, um darüber nachzudenken, wie wir als Kongregation wachsen und die besten Wege finden können, junge Menschen zu begleiten. Unser Ziel ist es, den Traum zu verwirklichen, den uns unsere Gründergeneration hinterlassen hat. Zu Beginn unserer sechsten Versammlung der Formatorinnen heißen wir alle Schwestern willkommen, die hier anwesend sind, sowie diejenigen, die nicht persönlich anwesend sein können, sich aber online und im Gebet der Versammlung anschließen werden. Möge diese Feier auch eine Bitte um Frieden und Mitgefühl für die Leidenden sein.“
Die Schriftstelle aus Joh 4,5–42 – die Begegnung Jesu mit der Frau am Jakobsbrunnen – wurde durch das Koordinationsteam eindrucksvoll ins Bild gesetzt. Die Homilie und die Fürbitten waren nicht nur gesprochen, sondern sichtbar gestaltet: „Fülle mein Gefäß, Herr…“ – für jeden Kontinent wurde eine Bitte ausgesprochen, ein Gefäß mit Wasser gefüllt und von diesem Wasser getrunken. Ein starkes, berührendes und kraftvolles Zeichen für Sehnsucht, Sendung und die Fülle Gottes.
Nach der Feier zogen die Formatorinnen singend in den Versammlungsraum ein – ein kleiner Pilgerweg, der den Geist des Tages weitertrug.
Nun liegen drei Wochen des Austauschs, der Inspiration und der gemeinsamen Suche vor ihnen. Drei Wochen, in denen die Zukunft der Formation nicht nur besprochen, sondern gestaltet wird.
Wir Schwestern vom Mutterhaus freuen uns über so viel Internationalität und genießen jede Begegnung mit unseren Formatorinnen. Wir wünschen der gesamten Gruppe für jeden neuen Versammlungstag Gottes Segen!
Text und Fotos: Sr. Antonia Schmid



















