Das Motto für die Beauftragungsfeier – „Wegbereiter*innen“ – haben die Sieben in Anlehnung an Johannes den Täufer gewählt. Das Markusevangelium erzählt von ihm. Er hat Jesus den Weg bereitet. Doch es geht ihnen weniger um das „Für wen“, sondern um das „Für was“, betonten sie. „Wenn wir Menschen begleiten wollen, kommt das aus einem bestimmten Hintergrund“, sagt Clara Keck, die zuletzt als Pastoralassistentin im Büro der Regionen Krefeld eingesetzt war. Es gehe darum, den Kontakt zwischen Gott und Mensch zu ermöglichen. Und da spielt auch das „Wie“ eine Rolle. Dafür gebe es kein Patentrezept. Alle haben in ihren bisherigen Einsatzorten ihre eigenen Erfahrungen gemacht.
Wie Jonas Küppers, der als Gemeindeassistent im Pastoralen Raum Mönchengladbach-Süd und in der Jugendarbeit eingesetzt war: „Wir wirken dort im Bereich der Sinnsuche. Wir kommen in Kontakt mit jungen Menschen zwischen 12 und 16 Jahren. Da eine Rolle zu spielen, Jugendliche zu begleiten, geht nur über Toleranz und Offenheit und über Vorleben.“
Sr. Imelda Taneo von den Steyler Missionsschwestern war im Pastoralen Raum Korschenbroich und dort in der Netzwerkkirche St. Marien Pesch tätig. Ihre Beobachtung: „Menschen sind offen für übergreifende ökumenischen Angebote. Sie suchen auch danach.“ Im Bistum Aachen leben Menschen verschiedener Hintergründe und Generationen miteinander. Das gelte auch für die Kirche: „Es gibt unterschiedliche Bedürfnisse der Generationen, aber auch bei den Menschen, die eher einen klassischen Weg der Kirche gehen möchten und den Menschen, die einen progressiven Weg gehen.“ Sie sieht ihre Aufgabe auch darin, mit den Menschen in Kontakt zu kommen, die Menschen untereinander miteinander ins Gespräch zu bringen.
Was oder wer den neuen Gemeinde- und Pastoralreferent*innen den Weg in den pastoralen Dienst bereitete, ist unterschiedlich. Für Sr. Imelda Taneo, die aus Indonesien stammt, führte der Weg über ihr persönliches Engagement in der Kirche in den pastoralen Dienst. Sie studierte Ernährung, arbeitete als Kinderpflegerin in einer Kita, studierte dann in Freiburg Theologie und Religionspädagogik und ging in die Gemeindearbeit.
Die Zeit, die der Kurs als Lerngruppe miteinander verbracht haben, empfinden alle als Bereicherung und als intensive Zeit: „Wir konnten miteinander, aber auch voneinander lernen.“ Für die Absolvent*innen des Pastoralkurses ist klar, die kommenden Jahre werden vor allem Zeiten des Umbruchs sein. Zu Beginn des Jahres hat Bischof Dieser die Pastoralen Räume im Bistum Aachen ausgerufen. „Wir sind die Generation, die definitiv neue Wege gehen muss“, unterstreicht Clara Keck. Das bedeutet zum einen, Wege bereiten, Impulse setzen für neue Ideen, aber auch sehen, wo Prioritäten gesetzt werden müssen und was möglicherweise so nicht mehr möglich ist.
Sr. Imelda Taneo wird künftig im Pastoralen Raum Mönchengladbach Süd eingesetzt.
Aus der Pressemitteilung des Bistums Aachen



