Weihnachtsbrief des Zentralteams

Liebe Mitglieder unserer Missionarischen Heilig-Geist-Gemeinschaft,

die Geburt Jesu ist Gottes großes Geschenk an uns. Im Kind in der Krippe schenkt uns Gott seine Liebe, ja sich selbst an uns Menschen. Aus dieser Liebe können wir auch in schwierigen und dunklen Zeiten Kraft und Hoffnung schöpfen.

Auch in diesem Jahr gab und gibt es viele dunkle Zeiten. Die weltweite Corona-Pandemie mit all ihren schrecklichen Folgen, Verlusten und Einschränkungen trifft uns immer noch hart und belastet uns. Viele Krisen und Konflikte in verschiedenen Ländern und Regionen der Erde sind weiter ungelöst oder neu entstanden, viele Menschen hungern oder sind auf der Flucht. Populistische, radikale und nationalistische Kräfte gefährden Demokratien und ein friedliches Zusammenleben zwischen Menschen und Völkern. Die Kirche ringt mit vielfältigen Problemen. Wir sind herausgefordert, als Einzelne, als Gesellschaft, als Christen.

Lassen wir uns in diesen Zeiten, mit unseren Sorgen und Nöten, von der menschgewordenen Liebe Gottes berühren. Vertrauen wir uns IHM an, vertrauen wir auf IHN. Dann finden auch wir das Licht, das die Finsternis erhellt, das uns neue Kraft und Hoffnung schenkt. Denn mit dem Kind in der Krippe wurde und wird uns das "Licht der Welt" immer wieder neu geschenkt. Auch für uns gilt daher, was der Engel damals zu den Hirten sagte: "Fürchtet Euch nicht."

An Weihnachten feiern wir Gottes Liebe zu uns Menschen. Geben wir diese Liebe weiter! Denn sie lädt uns zum Teilen ein. Das große Geschenk will empfangen und weitergetragen sein.

"Wo Gott geboren wird, da blüht die Barmherzigkeit" (Papst Franziskus)

Lassen wir daher auch bei uns selbst, in unserer Zeit, Gott immer wieder neu bei uns ein. Lassen wir uns von ihm beschenken. Christus, das Licht der Welt, lädt uns alle ein, seine Liebe zu empfangen und weiterzugeben: an Arme, Kranke, in Not geratene, im Einsatz für ein friedliches und menschliches Miteinander. Wo Menschen sich barmherzig zeigen, da strahlt Gottes Liebe hell auf. Lassen wir als Christen dieses Licht aufstrahlen.

Die Zeit zum Jahreswechsel hin führt uns auch zu einem Rückblick auf das zu Ende gehende Jahr. Auch 2021 haben uns alle die Einschränkungen durch Corona getroffen. So manches Treffen und manches Angebot konnte nicht stattfinden. Soweit es irgendwie möglich war, wurde die Angebote in den Regionen wieder aufgenommen oder fortgeführt, den Glauben teilen und Gemeinschaft erfahren zu können.

Leider war es uns auch nicht möglich, das 100-jährige Jubiläum unserer Gemeinschaft mit der geplanten zentralen Feier in Steyl zu begehen. Das hat uns auch angesichts der Vorbereitungen und der Vorfreude besonders getroffen. Wir konnten aber immerhin über unsere Homepage viele Texte, Zeugnisse von Mitgliedern oder ein Heftchen mit Zitaten der Steyler Gründergeneration und Steyler Gebetsgut veröffentlichen. Gefreut hat uns, dass die gemeinsame Novene zum Jubiläum guten Anklang fand. So konnten wir unsere Gebetsgemeinschaft auch in diesen Zeiten stärken und vertiefen.

Wir alle hoffen, dass wir die zentrale Feier in Steyl 2022 wie geplant nachholen können, und dass  auch in den Regionen vielfältige Angebote zur Begegnung, zum Austausch und zur Einkehr möglich sein werden.

Erstmals haben wir in diesem Jahr eine Vollversammlung per Videokonferenz durchgeführt. Trotz des neuen und ungewohnten Formats war es eine gute Versammlung, auf der wir uns gut austauschen konnten und wichtige Schritte für die Zukunftsfähigkeit der MHGG diskutiert und sodann zur Erprobung bis zur nächsten Vollversammlung angenommen haben. Wesentliche Ziele sind die Entlastung der Regionalteams von Verwaltungsaufgaben, eine Zentralisierung und Verbesserung der Verwaltung und die Einrichtung von Arbeitsgruppen für verschiedene Aufgaben- bereiche. In vielen Gesprächen, Videokonferenzen und Schriftwechseln haben wir seither mit den Regionalteams, in den Arbeitsgruppen und mit dem Vorstand des MHGG e.V. verschiedene Schritte  für Änderungen in den Strukturen und der Verwaltung auf den Weg gebracht. Im Vertrauen auf die Führung des Heiligen Geistes wollen wir weiter vorangehen, um unsere Gemeinschaft auch für die Zukunft gut aufzustellen.

Zum Ende des Jahres wollen wir auch "DANKE" sagen: der Provinzleitung, den Regionalteams, Sr. Gabriele Hölzer für "Geist und Auftrag", allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und Ihnen allen, die die Gemeinschaft mittragen, mitgestalten und auf vielfältige Weise unterstützen.

Lassen Sie sich von der menschgewordenen Liebe Gottes berühren und erfüllen, und tragen Sie diese Liebe weiter. So wünschen wir Ihnen allen ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Start in ein gutes, gesundes und friedvolles neues Jahr 2022.


Ihr Zentralteam