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Die Zeitschrift der Missionarischen Heilig-Geist-Gemeinschaft, "Geist und Auftrag" hat eine Auflage von 8.000 Exemplaren.
Sie erscheint vierteljährlich in Deutschland, Österreich und Südtirol.
Themenschwerpunkte sind: Spiritualität und Mission.
Die Kosten werden durch freie Spenden der Mitglieder gedeckt. Mit dem Überschuss werden soziale und pastorale Projekte unterstützt, Führungskräfte ausgebildet und in Katastrophenfällen geholfen.
Einladung zur Freundschaft mit Gott
"Wir werden getrieben, anzuhäufen, zu konsumieren und uns abzulenken, gefangen in einem entwürdigenden System, das uns nicht erlaubt, über unsere unmittelbaren, armseligen Bedürfnisse hinauszusehen", fürchtet Papst Franziskus in seinem Schreiben "Dilexit nos" (Er liebt uns). "Das Anti-Herz ist eine Gesellschaft, die zunehmend von Narzissmus und Selbstbezogenheit beherrscht wird", so Franziskus. Er beklagt Gleichgültigkeit und Empathielosigkeit in der Welt, Kriege, ein sozioökonomisches Ungleichgewicht sowie Konsumismus und den menschenfeindlichen Einsatz von Technologie.
Das christliche Lebensmodell sei nur dann attraktiv, wenn es ganzheitlich gelebt und zum Ausdruck gebracht werden kann: nicht als bloße Zuflucht in religiöse Empfindungen oder in prunkvolle Rituale, lautet das Credo von Papst Franziskus. "Was wäre das für ein Dienst an Christus, wenn wir uns mit einer individuellen Beziehung begnügen würden, ohne Interesse daran, den anderen zu helfen, so dass sie weniger leiden und besser leben? Wird es dem Herzen, das uns so sehr liebte, etwa gefallen, wenn wir in einer innerlichen religiösen Erfahrung ohne geschwisterliche und soziale Auswirkungen verharren?"
Mission ist für Franziskus in diesem Sinn "ein Ausstrahlen und weitertragen der Liebe des Herzens Christi". Wenn wir aus der Liebe Christi schöpfen, werden wir fähig, geschwisterliche Bande zu knüpfen, die Würde jedes Menschen anzuerkennen und zusammen für unser gemeinsames Haus Sorge zu tragen. " ...
Aus dem Editorial von Sr. Gabriele Hölzer SSpS

Kirche geht zu den Menschen
"Die Kirche muss aufstehen und dienen!" Mit diesem Wunsch wandte sich Papst Franziskus zum Schluss der Weltsynode an die Katholiken weltweit und legte ihnen einen neuen missionarischen Aufbruch ans Herz. Mit Nachdruck verlangte er, auf die Herausforderungen und Nöte der heutigen Zeit zu reagieren und sich mutig für das Wohl aller Menschen einzusetzen.
Papst Franziskus sprach eindringlich über die Gefahr einer "sitzenden Kirche", die sich selbst an die Ränder der Wirklichkeit verbannt und dort in "Blindheit" verharrt. Diese Art von Kirche laufe Gefahr, ihre missionarische Berufung und ihre eigentliche Aufgabe in der Welt aus den Augen zu verlieren. "Wenn wir in unserer Blindheit verharren, werden wir das, was uns herausfordert, und die Probleme der Welt nicht sehen", warnte er.
Die Kirche solle aktiv die Stimme der Leidenden, Armen und Ausgegrenzten vertreten - und auch diejenigen erreichen, die sich vom Glauben entfernt haben oder ihm gleichgültig gegenüberstehen. "Wir brauchen eine Kirche, die das laute Rufen der Welt wahrnimmt und sich die Hände schmutzig macht, um ihr zu dienen", so Papst Franziskus weiter. Die Kirche dürfe nicht blind oder unbeweglich werden, sondern müsse als "missionarische Kirche mit dem Herrn auf den Straßen der Welt unterwegs sein." ...
Aus dem Editorial von Sr. Gabriele Hölzer SSpS

(K)ein Haus voll Glorie schauet weit über alle Land
Welche Bilder für die Kirche kennen Sie? Jesus hat nicht über die Kirche gesprochen, sondern über das Reich Gottes und über seine Jünger, die sich zu ihm bekennen.
Vielleicht fällt Ihnen jetzt das Bild vom Weinstock, den Reben und dem Winzer ein, vom guten Hirten und seinen Schafen oder vom Senfkorn und vom Sauerteig. Bei diesen Bildern geht es um alle Menschen, die an Christus glauben, ob sie getauft sind oder nicht, einer Kirche angehören oder nur sich von Jesus angezogen fühlen. Diese Bilder beschreiben eine persönliche, freundschaftliche Beziehung zwischen Jesus und einem Menschen. Es geht bei ihnen nicht um Gebote und Verbote, um Strukturen, Hierachien, Ämter und Funktionen.
In der Zeit, als Paulus durch Kleinasien und Europa reiste, haben sich Christen in Häusern versammelt, zusammen gebetet und die Hl. Schrift gelesen, jedenfalls muss man das annehmen. Aber die Vorstellung von „Hauskirchen“, „Gemeinden“ mit Eucharistiefeiern im privaten Familienkreis, also von „Kirche im Kleinen“, ist weder in der Apostelgeschichte noch bei Paulus zu finden. Aus der Missionsarbeit des Paulus wissen wir, dass zwar die Missionare in Privathäusern reicher Leute logiert haben, aber die Eucharistie fand nicht im Privatbesitz reicher Leute statt, die sich „Hauskirchen“ leisten konnten. Das frühe Christentum war nicht in der Hand der Reichen. Vielleicht hat jemand einen großen Saal für alle zur Verfügung gestellt, nicht nur für wenige Auserwählte!
Für den heiligen Paulus ist die Kirche der „Leib Christi“. Alle Getauften sind nach der Lehre des heiligen Paulus Glieder des einen Christus. „Ein Brot ist es,“ schreibt Paulus in seinem 1. Korintherbrief. „Darum sind wir viele ein Leib“ (1 Kor 10,17). ...
Aus dem Editorial von Sr. Gabriele Hölzer SSpS
Ich wünsche mir eine Kirche...
Im Oktober ging die Weltbischofssynode in Rom zu Ende. Wir konnten Berichte von einigen Treffen der Synode im Fernsehen sehen, in Kirchenzeitungen oder anderen Medien lesen oder im Radio hören. Welcher Eindruck ist bei Ihnen entstanden? Wofür sind Sie besonders dankbar, worüber sind Sie enttäuscht? Was hatten Sie sich im Vorfeld gewünscht? Seit vielen Jahren machen sich Theologen, Bischöfe, Pastoralarbeiter und -arbeiterinnen sowie Gläubige in unseren Gemeinden Gedanken, welche Kirche wir heute brauchen. Wie sollte sie heute sein und wofür sollte sie sich einsetzen?
Papst Johannes XXIII. hatte das 2. Vatikanische Konzil einberufen, weil auch er spürte, dass die Kirche sich heutigen Herausforderungen stellen muss. Ein mutiger "Sprung vorwärts" sollte das Ergebnis des Konzils sein. Helmut Krätzl war Stenograph beim Zweiten Vatikanischen Konzil (1962–65), dessen Anliegen wusste er sich als späterer Weihbischof von Wien verpflichtet. Gegenteiligen Tendenzen, die heute stärker werden, hielt Krätzl entgegen, dass die Konzilsväter wirklich Mut zu Neuem bewiesen haben.
In Deutschland war die Würzburger Synode, offiziell "Die Gemeinsame Synode der Bistümer in der BRD", (1971 bis 1975) ein synodaler Prozess. Sie wurde "Deutsches Konzil" genannt. Sie sollte die Umsetzung der Beschlüsse des Zweiten Vatikanischen Konzils fördern. Wichtig waren nicht nur die Beschlüsse, sondern vor allem die Einübung offener Kommunikation und der Erfahrungsaustausch.
Wenn Papst Franziskus Synodalität zum Thema macht, kann die Katholische Kirche in Österreich auf zwei synodale Projekte zu rückblicken, die seit dem 2. Vatikanischen Konzil stattgefunden haben. Die Delegiertenversammlung 1998 in Salzburg hatte die Österreichische Bischofskonferenz initiiert als "Dialog für Österreich". Diese Initiative wirkt bis heute nach. Weit bedeutender war der "Österreichische Synodale Vorgang (ÖSV)", der 1974 in Wien endete. Ihm waren Diözesansynoden in ganz Österreich voraus gegangen. Anlass dafür war das Konzil bzw. die Umsetzung seiner Beschlüsse auf diözesaner und landesweiter Ebene.
Trotz all dieser Bemühungen träumen viele Menschen heute von einer Kirche, die an ders ist. Sie vielleicht auch? Was ist Ihnen da bei wichtig? Wie können Sie selbst dazu bei tragen, dass die Kirche anders wird? Diese Fragen und Visionen werden uns 2025 beschäftigen. ...
Aus dem Editorial von Sr. Gabriele Hölzer SSpS
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