Geist und Auftrag

Die Zeitschrift der Missionarischen Heilig-Geist-Gemeinschaft, "Geist und Auftrag" hat eine Auflage von ca. 30.000 Exemplaren.

Sie erscheint vierteljährlich in Deutschland, Österreich und Südtirol.

Themenschwerpunkte sind: Spiritualität und Mission.

Die Kosten werden durch freie Spenden der Mitglieder gedeckt. Mit dem Überschuss werden soziale und pastorale Projekte unterstützt, Führungskräfte ausgebildet und in Katastrophenfällen geholfen.

Archiv der letzten vier Ausgaben

Heft 4/2020

Jesu Auferstehung - "Eine Klasse für sich"

Was geschieht mit Ihnen nach Ihrem Tod? Ist dann alles aus? Wagen Sie darüber nachzudenken? Können Sie darüber mit Ihren nächsten Angehörigen, dem Ehemann, der Ehefrau, dem Partner oder der Partnerin, den Kindern und Enkelkindern sprechen? Oder macht der Gedanke an Ihren Tod Ihnen Angst und lähmt Sie?
Alle getauften Christen glauben und bekennen im Glaubensbekenntnis, dass Jesus von den Toten auferstanden ist. Das ist ja gut und schön. Aber hat das auch etwas mit uns und unserem Leben zu tun?
Der Apostel Paulus beschäftigt sich in seinem ersten Brief an die Korinther ganz ausführlich mit dieser Frage: "Wenn der Glaube an Christus uns nur für dieses Leben Hoffnung gibt, sind wir die bedauernswertesten unter allen Menschen. Tatsächlich aber ist Christus als Erster von den Toten auferstanden. So können wir sicher sein, dass auch die übrigen Toten auferweckt werden." ...
Aus dem Editorial von Sr. Gabriele Hölzer SSpS


Titelthema

"Esgibt nichts Neues unter der Sonne", meint der Autor des Buches Kohelet (Koh 1,9) und fährt fort: "Zwar gibt es bisweilen ein Ding, vom dem es heißt: Sieh dir das an, das ist etwas Neues - aber auch das gab es schon in den Zeiten, die vor uns gewesen sind." - Und was ist mit der Auferstehung Jesu, war sie wirklich etwas Neues? (...)
Ist es nicht eine Totenerweckung unter vielen?

Nein, das ist sie nicht, daran hält der christliche Glaube fest: Jesu Auferstehung ist etwas radikal Neues und eine "Klasse für sich". Alle anderen Auferweckten kommen ins irdische Leben zurück. Ihnen steht der Tod dann ein zweites Mal bevor. Jesus aber ist in ein neues Leben hinübergegangen - in eine neuartiges Leben, das zu beschreiben schier unmöglich ist, weil es einem die Sprache verschlägt. ...
© Sr. Anna Damas SSpS aus Geist und Auftrag 4/20 Seite 4

Heft 3/2020

Lieblingsfeinde - Jesus und die Pharisäer

In dieser Ausgabe fragt Sr. Anna Damas, was es mit Jesu Verhältnis zu den Pharisäern auf sich hat, mit seinen "Lieblingsfeinden", wie sie diese nennt. Was verbindet Jesus mit ihnen, wo gehen sie getrennte Wege? Paulus war ein Pharisäer und hatte die Schule des angesehenen Rabbi Gamaliel besucht, bevor er sich bekehrte. Viele Christen sehen in den Pharisäern die Feinde Jesu und der Kirche. Stimmt das?

Mit wem streiten wir uns am häufigsten? Sind das nicht oft die Menschen, die wir lieben und mit denen wir uns verbunden führen, wie z.B. mit unseren Eltern, Freunden und Geschwistern? Wenn sie anderer Meinung sind als wir, fällt es uns schwer, das stehen zu lassen. Wir sehnen uns nach Harmonie, mit ihnen einer Meinung zu sein. ...
Aus dem Editorial von Sr. Gabriele Hölzer SSpS


Titelthema

In den Evangelien scheint Jesus kein gutes Haar an den Pharisäern zu lassen. Dabei verband sie in Wirklichkeit vieles miteinander. Ein frischer Blick auf die Lieblingsgegner Jesu.

Gleich zweimal traf Martin Luther der Schlag. Das erste Mal war es unter einer Baum. Als junger Mann von 22 Jahren war er unterwegs auf freiem Feld, als ein schweres Gewitter aufzog. Er suchte Schutz unter einem alleinstehenden Baum, in den der Blitz einschlug. Der Einschlag war so grell und heftig, dass es ihn zu Boden riss. In seiner Todesangst schrie er: "Hilf, heilige Anna, ich will Mönch werden!" Er überlebte. Luther betrachtete seinen spontanen Aufschrei als verbindliches Versprechen und trat ins Augustinerkloster ein, dem strengsten und frömmsten in Erfurt.

Zehn Jahre später traf ihn der zweite Schlag. Luther, inzwischen Professor der Theologie, saß im Turmzimmer in Wittenberg und bereitet eine Vorlesung über den Römerbrief vor. Seine Augen blieben an dem Wort "Gerechtigkeit Gottes" kleben. Er hasste dieses Wort, weil es ihm Angst machte.  ...
© Sr. Anna Damas SSpS aus Geist und Auftrag 3/20 Seite 4

 

Heft 2/2020

Jesu Worte und Taten

Jesus unterrichtet seine Jünger und die Menschen, die sich um ihn versammeln, mit Bildwörtern und Gleichnissen aus der Erfahrungswelt seiner Zuhörer*innen; aus Ackerbau und Viehzucht, Fischfang, Haushalt und Alltagsleben. Mit seinem heilenden Handeln macht er die befreiende Botschaft von der Liebe Gottes zu allen Menschen erfahrbar.
Im Matthäusevangelium vergleicht Jesus das Himmelreich mit einem Schatz im Acker und einer kostbaren Perle (Mt 13, 44-46). Beide sind Zufallsfunde. Ein Mann findet beim Graben einen kostbaren Schatz. Er entdeckt ihn während der Arbeit. Hätte er nur lässig auf dem Sofa gesessen, über Schätze nachgedacht oder Schatzkarten gewälzt, hätte er ihn nicht finden können. ...
Aus dem Editorial von Sr. Gabriele Hölzer SSpS


Titelthema
"Ihr wisst nicht, was ihr wollt", warf Jesus seinen Kritikern vor. "Spielt man für euch auf der Flöte, tanzt ihr nicht; singt man einen Trauergesang, weint ihr nicht." Man hielt Jesus nämlich für einen Partytyp, "einen Fresser und Säufer", der sich mit moralisch fragwürdigen Gestalten abgibt (siehe Lukas 7, 29-35).

Aber Johannes dem Täufer, der als Eremit überaus aszetisch und diszipliniert in der Wüste lebte, wollte man auch keinen Glauben schenken. Johannes dunkel-drohender Predigtton war in der Tat einem Trauergesang recht ähnlich. (...)
Jesus hatte große Hochachtung vor Johannes. Aber erwählte einen anderen Weg und Stil, um von Gott zu sprechen. Er predigte nicht in der Wüste wie Johannes, sondern in den Dörfern, mitten im Leben der Menschen, das er teilte. Nicht wie ein Zorngericht soll Gottes Kommen in diese Welt sein, sondern wie eine Hochzeit, wie die Freude über ein gerettetes Schaf, eine wiedergefundene Münze und einen verlorenen Sohn, der nach Hause kommt (siehe Lukas Kapitel 15).
Jesus Predigtstil war, um im obigen Bild zu bleiben, wirklich wie Flötenspiel, schön und einladend anzuhören besonders für diejenigen, die sich vor Gott fürchteten, weil sie mit ihrem Leben nicht immer so richtig lagen: verhasste Steuereintreiber, verachtete Prosituierte - Sünder*innen eben. Und Jesus ließ es nicht bei einladenden Worten bewenden. Er setzte sie in Taten um, indem er sich zu Tisch setzte mit diesen Menschen, um ihnen zu zeigen: in Gottes Augen gehörst du dazu und bist willkommen. ...
© Sr. Anna Damas SSpS aus Geist und Auftrag 2/20 Seite 4

Heft 1/2020

Jesus, der Jude und seine Welt

Seit vielen Jahrhunderten machen sich Menschen ein Bild von Jesus. Welches von den sehr unterschiedlichen Bildern ist Ihnen zurzeit wichtig? Ist Jesus für Sie der König der Welt oder ein Friedensbringer? Der Gütige, Leidende, Mitfühlende? Oder ist er ein Heiler, den alle Menschen wegen seiner besonderen Fähigkeiten und Wunderkräfte bewundern? Ist er ein begnadeter Prediger? Ein Prophet? Ein Charismatiker? Ein Freund, ein Wegbegleiter? Oder ist er einer, dem nichts Menschliches fremd ist? Der Schwächen und Fragen, Ängste und Sorgen hat, der wie jeder andere Mensch gelebt und gelitten hat?
Wer ist nun dieser Jesus für Sie? Trotz der vielen Vorstellungen scheint es einige Eigenschaften und Verhaltensweisen zu geben, von denen die meitsten sagen würden, das ist "typisch Jesus". Dem anderen auch die linke Backe hinhalten, wenn man geschlagen wird - typisch Jesus. Nicht nur den Nächsten, sondern auch den Feind lieben - typisch Jesus. Jesus ist der, der allen Menschen hilft, sich ihnen mit großer Hingabe widmet, nicht nur seinen Jüngern und Freunden. Sondern sich gerade auch den anderen zuwendet, mit denen sonst niemand etwas zu tun haben möchte. Das ist eben auch typisch Jesus. ...
Aus dem Editorial von Sr. Gabriele Hölzer SSpS


Titelthema
"Dies ist der Jünger, der all das bezeugt und der es aufgeschrieben hat; und wir wissen, dass sein Zeugnis wahr ist. Es gibt aber noch vieles andere, was Jesus getan hat. Wenn man alles einzeln aufschreiben wollte, so könnte, wie ich glaube, die ganze Welt die dann geschriebenen Bücher nicht fassen."
So meint Johannes am Schluss seines Evangeliums (21,24-25). Er versichert seinen Leserinnen und Lesern: Ja, so wie es hier geschrieben steht, ist es wahr. Und nein, das ist nicht alles, was man noch über Jesus schreiben könnte. Anscheinend hatten die damaligen Leser ähnliche Fragen, wie sie uns heute umtreiben: Ist das alles wirklich so gewesen, wie es in den Evangelien steht? Ist es wahr? Was hat Jesus wirklich gesagt, und was ist ihm später in den Mund gelegt worden? Und was hat er noch gesagt und getan, das nicht in den Evangelien steht, und das vielleicht ausgelassen oder unterdrückt wurde?
Jedoch ist das historische Interesse an Jesus, das uns heute so selbstverständlich und natürlich erscheint, noch gar nicht so alt. Was ist wahr? ...
© Sr. Anna Damas SSpS aus Geist und Auftrag 1/20 Seite 4

 

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