Gewandeltes Missionsverständnis

Mission ist heute genauso wesentlich für den christlichen Glauben wie früher. Doch haben sich die theologischen Voraussetzungen gewandelt hin zu mehr Weite und zu mehr Vertrauen, dass GOTT viele Wege kennt, auf denen er Menschen Sein Heil schenkt.

Der Wandel

Mit der Zeit wurde jedoch zunehmend fraglich, wie GOTT es zulassen könnte, dass Menschen sterben, ohne je mit dem Evangelium in Berührung gekommen zu sein. Es wäre unvereinbar mit dem Gedanken, dass GOTT jeden Menschen gewollt hat und liebt. So wuchs die Überzeugung, dass GOTT in seiner Liebe die Wege dieser Menschen kennt und sie auch ohne Taufe das Heil bekommen können.

Im Zweiten Vatikanischen Konzil wurde dieser Gedanke auch lehramtlich bestätigt (LG 16), was viel Druck aus der Mission der Kirche herausnahm.

Heute

Unsere Mission heute geschieht im Vertrauen, dass der liebende GOTT seine Wege kennt, auf denen er Menschen rettet. Dieses Vertrauen ermöglicht bei allem Engagement Gelassenheit, es erkennt die Größe GOTTES an und lässt uns Mitarbeiterinnen in seiner Mission, eben Dienerinnen des Heiligen Geistes sein. Damit gehört Mission noch immer zum Wesen des christlichen Glaubens, aber die Frage des endgültigen Heils von Menschen hängt nicht mehr am (fehlenden) Engagement von Missionarinnen oder Missionaren, sondern liegt bei GOTT, der allein ewiges Leben schenken kann.