"Meine Mission ist: Armen und Kranken zu helfen!"

Glaubens-Zeugnis

Maria Schmitt wurde 1929 in Grünebach, Landkreis Altenkirchen im Westerwald, geboren. Sie war das fünfte von zehn Kindern und das einzige Mädchen. Von ihren neun Brüdern konnte sie Vieles lernen. Nach der Volksschule half sie vier Jahre im elterlichen Haushalt. Franziskanerinnen bildeten sie in Hauswirtschaft aus. In dieser Zeit festigte sich ihr Wunsch, Missionsschwester zu werden. Die häufig kranke Mutter wollte sie nicht gehen lassen. Ihr Bruder Leo trat in Sankt Augustin ein, wurde 1954 zum Priester geweiht und zu den Philippinen gesandt. Als ein Bruder heiratete und eine Frau einzog, trat Maria 1954 mit 25 Jahren in Steyl ein. 
Nach der Ordensausbildung lernte sie Niederländisch und wurde im St. Josef-Hospital in Kerkrade zur Krankenschwester, Hebamme, Kinderkrankenschwester und für die Stationsleitung ausgebildet.

1965 brach sie zur indonesischen Insel Flores auf. Begonnen hat sie im Krankenhaus von Lela. 1968 kam sie nach Cancar in die Berge der Mangarai in West-Flores. Dort entstand mit Misereor die Krankenstation St. Raphael. In dieser Gegend gab es häufig Stammeskämpfe, aber keinen Arzt. Wenn Schwerverletzte zu ihr kamen, betete Sr. Virgula um Gottes Beistand. Sie wusste, dass die Leute sterben, wenn sie nichts unternahm. Mutig operierte, amputierte, reinigte sie Wunden und tat alles, um Leben zu retten. Gott ließ ihre medizinschen Eingriffe meistens gelingen. ...


© Sr. Gabriele Hölzer SSpS aus Geist und Auftrag 4/22 Seite 22

Veröffentlicht: 08.11.2022  / Angela Küppers